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- Reinisch in Münz Jeden gülden Zue Sechzig Kreuzer oder Fünfzehen bazen gerait, gneter, grober, genger und genember Costanzer müntz nndt des Landeswehrung, rechts Außgedingts Undt abgeredts Khaufgellts, Umb wellich wir ernambseten Kaufschilling wir verkheuffer von obge- dachten Kheufercn Alls pahr ann gneter obgemelter wehrung, Zue un- serem Völlig und steten benüegen Ausgericht und bezallt worden sind", Landammann Hans Negeli siegelt. Hier dürften einige Notizen über Kulturveränderuug des Triesner Fe ld es am Platze sein. Zwischen St. Mamerten- Platz und dem Lehenbüchel war früher ein Weinberg, ebenso nn Fatschiels; diese wurden um 1600 ausgerissen und in Obstgärten umgewandelt. Nach 1500 wurden urbarisiert: ein Teil des herr- schaftlichen Maschlina-Weingartens, der Gemeindeweinberg daselbst, der Gemeindeweinberg an Vanolen, der Einfang ob Vanolen, der Einfang zwischen den beiden alten Alpgassen „Gäßlers Hosstatt" samt Jnfang an der oberen March des Pfarrweinberges, „Gäß- lers oder Jakob Ernis Haus samt Umfang, so nach abgestelltem Kirchweg zu Nutzen gemacht worden", also wo der alte Kirch- weg nach St. Mamerten ging. In diese Zeit fallen der Prätigauer Krieg, der Mantuanische Erbfolgekrieg und der Hungerwinter von 1622 auf 1623.. Von allen diesen Schrecknissen war oben schon die Rede. Die Not war schrecklich und aus Hunger und Elend entstand die Pest (Hunger- typhus), die viele dahinraffte. Um dem Kriegsvolk uud der Pest zu entgehen, begaben sich Viele auf den Triesenberg und in die Alpen; auch das Bad Bogelsang ward als Heilmittel gegen die Pest fleißig besucht. Graf Kaspar gab dem Franz Lampert von Triesen am 17. Juni 1617 das Bad Vogelsang samt dem bazu gehörigen Wasser und Brennholz und Weinschank und das Recht, in seinem Hause im Oberdorf zu Triesen eine Wirtschaft zn betreiben, als ein Erblehen um 4 Gulden jährlichen Zins. Am Dienstag nach Ostern 1627 urkundet Daniel Büssi von Glaris, Landvogt von Werdenberg und Wartau, daß Thebus Kindle und Peter Lampert als Abgesandte von Triesen vor ihm erschienen seien und um eine Abschrift des Wuhrbriefes von 1599 gebeten haben. Den Originalbrief hatten sie dem Jtal Paulin zur Auf- bewahrung übergeben; er war aber bei einer Feuersbrunst vor 6 Jahren samt dem Hause, worin er lag, zugrunde gegangen.
        

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