— 214 — dieser Grenzbestimmung waren beide Teile zufrieden. Die Urkunde wurde geschrieben am 15. Juni 1608, gesiegelt vom Landvogt. Die Gemeinde Triesen scheint in jener Zeit keiner muster- haften Verwaltung sich erfreut zu haben; denn sie war fortwährend in Geldnot und verkaufte von ihrem herrlichen Besitztum ein Stück nach dem andern an die Balzner uud Triesenberger. Dagegen mußten dann den armen Leuten in der eigenen Gemeinde Wild- nisse zur mühsamen Urbarisierung angewiesen werden, um ihrer Not zu steuern. - Am Thomastag 1600 verkaufte die Gemeinde an die Balzner etliche Weiden an Gampfal gelegen, nämlich das „Schafbleiklin" und das „Meßweidlin", für 84 fl. Ver- treter der Balzner waren: Hans und Lenz (Lorenz) Nutt, Jakov Plenklin, Jos. Fritsch, Adam Gausner, Vertreter der Triesner: Intel Paulin der Müller, Thebus (Matthäus) Kindle, Georg Berger, Stefan Eberlin, Peter Lampert, Fridli Nigg, Lienhart Barbier und Lenz Kindli. Bemerkt ist in der Urkunde, daß die Vögte auf Gutcnberg und das Reich keinen Anteil am Kaufe haben. Landammann Hans Regele siegelt. Kaum 10 Jahre nachher (1610) wurde an die Triesenberger der „Heidbllel" für 95 fl., und im folgenden Jahre (1611) an Georg Negeli, Bartli Schlegel, Martin Hilbi, Christa Regelt und Bastian Beck am Berg das Maiensäßli, genannt Salums um 300 fl. verkauft. 4. Unter den Grafen von Hohenems 1613—1712. Eingeleitet wurde die Regierungszeit dieser Dynastie durch eine lrrhöhnng der Steuern um das Doppelte. Die Triesner sahen sich abermals zur Veräußerung von Ge- biet in den Alpen genötiget. Nachdem im Jahre 1406 die Triesner einigen Wallisern am Berg den Schedlers Boden zu Lehen gegeben hatten, gab es mit diesen Wallisern öftere Anstünde. Schon im Jahre 1458 schlichtete Freiherr Wolfhart von Brandis, der jüngere, einen solchen Handel. Stefan Feer, Ammann am Eschnerberg, saß am 1. Mai 1506 wegen derartigen Stößen zu Gericht, vor welchem die ehrbaren und bescheidenen Geschworenen des gemeinen Kirch- spiels Triesen als Kläger gegen die Walliser am Berg, die Teil
        

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