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-- Hintermnrken gesetzt, davon drei auf Triesner Gebiet. Die oberste stand unten im Triesnerfeld, hatte ihre Schinnng hinüber in das Schloß Wartau und erstreckte sich bis auf das alte Wuhr 43 Klafter. Die zweite Mark stand an dem oberen Eck der Schmiede, die zn Triesen vor dem Wirtshaus stand und erstreckte sich bis vornen auf das Wuhr 22 Klafter minder 1 Schuh. Die dritte Mark stand auf einem Port gegen das Kopfwuhr unter Triesen und er- streckte sich etliche Klafter vom Stein bis zum Wuhr. — Da die Mälsner nnd Schaaner vom Rechte der Schneefluchl nach Valünci in ausgedehnterem Maße, als den Triesnern lieb war, Gebrauch machen mußten, kam es wieder zu MißHelligkeiten, welche durch den Landesherrn, dem das friedliche Einvernehmen der Gemeinden sehr am Herzen lag, beigelegt wurden. Am 7. Oktober 1589 entschied Graf Karl Ludwig bezüglich der Schueeflucht in Valüna folgendes: Die Balzner dürfen ihr Vieh neben den Schaanern nachweiden lassen, und müssen so- dann zur Nouzeit die Milch den Triesnern überlassen. Wenn die Schnceflncht nur einen Tag dauert, so sollen die Triesner zwar melken dürfen, aber die Balzner befugt sein, mit ihrem Vieh bis aus den Abend in der Triesner Alpe zu verbleibe». Wenn die Schneeflucht »ur 2—4 Stunden dauert, und die Balzner vor der Melkzeit wieder abfahren, so sollen sie den Triesnern n» Milch soviel gebe», als die Sennen beider Parteien vereinbare». Die Schueeflucht wurde den Balznern für unbegrenzte Zeit der Not uud auch »ach Bartholomü zugesichert. Vertreter der Balz»er waren: Die Brüder Hans uud Lenz Nutt nnd Valentin Kriß, Vertreter der Triesner: Lienhart Verling, Luzi Senn, Christin» Hitz und Intel Paulin der Müller. Unter dem Grase» Karl Ludwig gab es auch wiederholt Anstünde mit der Alpgenossenschast vr>» Garetsch -Gretsch), zu- erst wegen der Schueesluchl nach Valünn. Da sich die Par- teien nicht einigen konnte», beries sie der Grns vor sich, verhörte beide Parteien und bestinnnle dann folgendes: Obwohl die Triesner den Schaanern nur für drei Tage und nach Bartholonni gar keine Schneeflucht gestatten wollen, sv finden wir doch ans einem alten Vertragsbrief vom Freiherr» Signumd von Brandis von 1474, daß die Schaaner ihre Schueefluchten seit alter Zeit gebrauchen
        

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