— 16 — dieses Benefizium habe aufgehört, da seit unvordenklicher Zeit kein Kaplan mehr darauf gewesen sei. Die Kaplanei wurde der Pfarrpfründe einverleibt, Masescha aber später vom Cooperator versehen, als die Cooperatur gestiftet worden war. Zur St. Mamertenkaplanei-Pfründe gehörten folgende Güter: 1. Haus, Hof, Stall, Baum- und Weingarten bei und um die Kapelle; 2. ein Stück Gut ob dem Dorf zu Oistis gelegen (Gazis); 3. an Kapitalzinsen 19 fl. 20 kr. Die Kapitalien lagen zu Triefen, Mäls, Triesenberg, Vaduz und Schaan. Die übrigen zur Burg gehörigen Lehengüter wurden später verkauft. Der sog. Lehenbüchel kam um die Mitte des 17. Jahrhunderts in den Besitz de« Pfar- rers Valentin von Kriß, der ihn 1689 für das Stipendium testierte. Im Jahre 1640 drohte die Kapelle dem Einstürze; der Thurm war ebenfalls baufällig, und es wurde daher vom Bischof befohlen, die Kapelle abzubrechen. Eine namhafte Restaurierung scheint aber nicht stattgefunden zu haben, noch viel weniger ein Abbruch; denn im Juni 1721 mahnte Fürstbischof Ulrich VII., die Kapelle solle sowohl an dem Hauptgebäude als auch am Altare und anderen erforderlichen Kirchenzierden in besferen Stand gesetzt werden, damit sie nicht völlig „suspendiert und geschlossen" werden müsse. Als der Fürstbischof 9 Jahre später wieder kam, sah es besser aus; die Kapelle war „neu renoviert." Vermögen hat diese Kapelle nie gehabt; sie war stets und ist heute noch auf Almosen angewiesen. II. Die Lehen. I. Das St. Luzi-Lehen. In Chur, da wo jetzt das Priesterseminar ist, war früher das Prämonstratenser-Kloster Sl. Luzi. Bischof Konrad I. von Chur hatte es gegründet im Jahre 1140, und sein' großer Nach- folger, der hl. Adalgott, war des Klosters großer Wohlthäter. Von großer Bedeutung aber war die Stiftung, welche Ritter Rudger von Limpach machte, wodurch die Kirche,in Bendern mit ihren Gütern an dieses Kloster kam, 1194. Mit diesem Kloster
        

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