- 148 - Die hier genannten Wilhelm und Burkard v. Nichen- stein waren damals noch jung und gehörten noch nicht dem Ritter- stande an. Vielleicht waren sie Brüder, Söhne des hier zum letztenmal genannten Ritters Konrad. Dem Ritter Wilhelm begegnen wir 20 Jahre 
später. In einen, Spruchbrief vom 
6. Febr. 1354, durch welchen ein Streit des Domkapitels mit 
einem Feldlircher Bürger wegen 
eines Zehnten entschieden wurde, erscheint er mit anderen 
als Zeuge. Als im Jahre 1360 der fehdesüchtige Graf Rudolf IV. von Feldkirch einen Rache- und Raubzug gegen Werdenberg unternahm und Grabs verbrannte, sollen bei diesem unerwarteten Ueberfalle 14 auf Seite der Werdenberger kämpfende Edle teils gefangen, teils erschlagen worden sein. Es ist sehr wahrscheinlich, daß auch die Richensteine dabei beteiligt waren. Wilhelm und Burkard er- scheinen von da an nicht mehr in den Urkunden. Im Jahre 1380 wird ein junger Wilhelm (Sohn des Burkard?) v. Nichenstein erwähnt. Er hatte vom Bischof von Chur 
die Hälfte des 
Churer Zehnten zu Triesen als Lehen er- halten. Eine Schwester seines Vaters, Margaretha mit Namen, war mit Gottfried II. von Eins 
zu Feldkirch verehelicht. Dieser stiftete am 28. Jänner 1385 für seine 
selige Hausfrau, Marga- retha v. Nichenstein und seinen seligen Sohn Gyli (Wilhelm) einen Jahrtag in 
der Pfarrkirche zu Feldkirch. Zu Arbon am Bodensee saß in 
dieser Zeit Ritter Ulrich von Nichenstein, welcher im Jahre 1362 am Sonntag vor Bartholomä zu Konstanz an das Kloster St. Johann im Thur- thale folgende ihm 
leibeigene Personen verkaufte: Kunz von Unter- wasser und dessen Bruder Rudolf, ferner Niklaus, dieses Rudolfs Sohn, Belun, des Niklaus Tochter, ferner Ulrich, Rudolf und Heinrich an der Egge, Brüder, und Mathilde, deren Schwester, Kunrads und Rudolfs Bruderkind. Diese waren ihm eigen mit Leib und Gut und mit allen Rechten. Er verkaufte sie den, Kloster ebenfalls mit allen Rechten um 
72 Pfund Pfennig. In der be- treffenden Urkunde ist das Siegel mit dem Richensteinischen Wappen noch sehr gut erhalten. Die Urkunde liegt im Stiftsarchiv zu St. Gallen. Der gleiche Ulrich v. Nichenstein erscheint wieder 
i. I. 1373. Er hatte vom 
Kloster Pfäfers einen Hof zu Arbon als Lehen,
        

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