— 142 - Eine Margaretha vonTrysen heiratete den Feldkircher Stadtammann Heinrich Mark und starb 21. November 1443. Sie hatte für sich und für ihre verstorbenen Eltern einen Jahrtag mit 6 HI. Messen in der Domkirche zu Chur gestiftet mit 8 Pfund Mailändisch jährlichem Zins von ihrem Haus und Hof, gelegen in Feldkirch vor dem sogenannten Höivärtsthor (Churerthor). Ueberdies vermachte sie 4 Pfund jährlichen Zins ab zwei Mal Acker in Trimmis, nämlich von den Aeckern in Gagül und in Formischonay zu einer jährlichen Spende für die Armen. Mit dieser Margaretha von liisun und mit ihrer schonen Stiftung für ihre und ihrer Voreltern Seelenruhe verschwindet ihr Geschlecht aus der Geschichte, zwei Jahre bevor auch die Burg ihrer Väter durch die Eidgenossen ein Raub der Flammen geworden. II. Die Herren von Richenstein. Gleichzeitig mit den Herren von Irisun und denselben an Adel und Bedeutung keineswegs nachstehend, saß zu Triesen das ebenfalls ritterbürtige Geschlecht der „von Richenstain". In Hinsicht auf die Zeit ihres Auf- tretens in der rätischen Geschichte, ihres Blühens und Verschwinden?, sowie hinsichtlich ihrer Stellung zn den Grasen von Montsort haben beide Geschlechter auffallend viel Gemeinsames. Ob die Richen- steine ein einheimisches Geschlecht waren, oder als Dienstmannen der Montfortc mit diesen im Wappen der v. Mchenstein. 12. Jahrhundert aus Schwaben eingewandert sind, oder von anders- woher kommend sich hier niedergelassen habe»: wir wissen es nicht. Neuestens ist die Vermutung ausgesprochen worden, sie stammen aus dem Domleschg und seien desselben Stammes mit den Ringgen daselbst. Eine Burg beim Dorfe Casti in Schams soll Richenstain oder Rinchenstein geheißen haben. Der zu Triesen seßhafte Wil-
        

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