— 139 — für diese Rechte sich verbürgt hatte. Aebtissin Guta hatte das Collaturrecht der Pfarrei Lindau und wählte einen Ulrich von Schellenberg auf diese Pfründe. Da die Stadt Lindau diesem Pfarrer Pflichten bezüglich des Armenhauses aufladen wollte, gab es Anstünde mit der Aebtissin Guta. Diese Anstünde wurden unter Mitwirkung der königlichen Landvögte Ulrich und Marqnard von Schellenberg zu Schaffhausen gütlich geschlichtet. Als im Jahre 1308 die Stadt eine Wasserleitung errichten wollte, ge- stattete die Aebtissin die Leitung durch ihre Güter zu führen unter der Bedingung, daß sie für ihr Kloster auch ein gutes Rohr reinen Wassers bekomme. — Sie gab das Recht der Fischerei, in der Lüblach dem Ammann zu Lehen. — Am 7. März 1328 tauschte die Aebtissin mit einer anderen Herrschaft Leibeigene aus, nämlich Adelheid Sprenger, Elisabeth Braun, Guta Büler und Luitgarde von Aargau — gegen Guta von Machelmshofen mit ihren Kin- der». — Am 3. Oktober 1328 saß Aebtissin Guta auf ihrer Pfalz zu Gericht mit ihrem Ammann Hans Kitze zu Lindau. Es Hau- se lte sich um die Klage des Johann von Howe, Bürgers zu Cou- stanz gegen ein Kloster „Sammlung an dem Stege" genannt, um einen Weingarten in der untern Insel. Dieser wurde dem Kloster zuerkannt. — Am 23. April 1333 gab die Aebtissin ihre Ein- willigung, als Conrad Zwicke, Bürger zu Lindau, ihr Unterthan, einen Weingarten für eine ewige Messe stiftete. Am 14. Oktober 1335 erlaubte sie den Barfüßer-Mönchen zu Lindau, ein Haus mit Keller, an dem Barfüßerkirchhof gelegen, abzubrechen und ein anderes Haus als Hypothek zu setzen. Im gleichen Jahre schenkten die Aebtissin Gut» und ihr Convent der Kirche zu Bertschenreute aus Dankbarkeit gegen den Pfarrer den Berg zu Hohenberg samt allem dortigen Besitz, Im Jahre 1340 starb die Aebtissin in hohem Alter. Ein Johann von 
1'ri8uir ist als Zeuge erwähnt in, Jahre 1338, als Ulrich Vaistli von Vaduz seinem Bruder Albero Vaistli seinen Anteil an den Mareni-Gütern verkaufte. ^- Johann von Irisui. selbst verkaufte am 15. Oktober 1347 den, Probst Nikolaus uud dem Kloster zu St. Luzius zwei Aecker, gelegen im Triesner- seld, genannt Capont und Ouadrella, die sein freies unbekümmertes Eigentum waren uud jährlich 6 gute ungefährliche Wertkäse') galten, u»i den Preis von 4 Pfund Pfennige. Johann siegelte >) I Wertkns — 30 Pfund; 1 Pfd. Pfg. — Z Kr. heutiger Währung. 1 0
        

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