berühmtesten Aebtissinnen des Klosters. Wegen ihrer langen und tüchtigen Regierung und weil sie das- Stift aus dem Versall erhoben hat, wird sie in allen alten Schriften die zweite Stifterin desKlosters genannt. Das Totenbuch des Klosters enthält zwei Einträge über sie, einen älteren auf den 14. Mai und einen jüngeren ans den 7. September mit dem Beisatze: „frow Gut von Trisen Aeptissin des Gotshanses, die diesem Gots- haus viel Guts gethan hat, und die ander (d. h. die zweite) Stifterin ist deß Gotshans, der Jarzeit soll man begehen mit Singen und mit Lesen (d. h. mit Seelamt und hl. Messen). In einem Gedichte über die Aebtissinnen heißt es über sie: , , , , es würd Evtissin wie solches ich berichtet bin Ein edle fraw, fraiv Guta genaniidt eine von Trysen wolbckanndt Die hat so lang und wol regiert das gotshcms auch so wol geziert, Das selb zu solchen» güttern bracht durch gnt Hanshaltung so reich gemacht, Das mcms nicht nur nennt Evtissin sondern die andre stiffterin. Der ewig got hatt ihre seel erlöset von der heellen quel, Der ewig uud barmhertzig gott, Der alles inn sein henden hott, — Am 12. Jänner 1288 urkundet diese Aebtissin die Ueber- trngung einer Besitzung nn das Kloster Salem gegen einmalige Bezahlung von 1 Mark Silber und Entrichtung eines jährlichen Zinses von einem Käs. An der Urkunde hängt das Siegel der .Aebtissin. Es stellt die Mutter Gottes mit dem Kinde dar; vor demselben kniet die Aebtissin mit gefalteten Händen. Die Um- schrift lautet: LiZillum (?utÄ>z, Osi Aratia 
^bdg,tis8Ä6 monas- wrii I^inciÄUAisnsis (Sigill der Guta, von Gottes Gnaden Aeb-' tissin deS Klosters zu Lindau). Am 23. August 1296 entschied die Aebtissin Guta den Streit eines Lindauer Bürgers wegeu Zollfreiheit. Am 14. Oktober '.305 erteilte sie den ?. ?. Franziskanern die Erlaubnis, zur Vergrößerung .ihres Friedhofes ein Haus abzutragen, auf das das Stift Rechte besaß, nachdem Conrnd Büchcl, Bürger von Lindau,
        

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