Aber einst saß auf dieser Burg ein kräftiges, ritterbürtiges Geschlecht, durch welches der Name Irisui, weithin bekannt geworden ist. Schon der ältestbekannte Träger dieses Namens hat dem- selben Ehre gemacht. Es ist dies der Ritter Ulrich von li-isun. Er tritt am 17. April 1273 zum erstenmale urkundlich auf und zwar mit dem später besonders ehrenvoll genannten Ritter Ulrich von Schellenberg. Sie waren Vertreter zweier Edlen von Lass-eig, in einem Streite mit dem Kloster Churwalden wegen des Besitzes zweier Leibeigenen aus Sateins. Vertreter des Klosters waren Ritter Heinrich von Nüziders, genannt Vaistli, und Heinrich Ammann von Tunnes. Der Propst des Klosters mußte, so verlangten es die beiden Gegner,. zu Chur vor dem Ofsieial des Bischofs einen Eid schwören, daß jene Sateinser ihm gehören; dann konnte er sie behalten. Derselbe Ritter Ulrich war mit vielen anderen Rittern und Grafen am 16. Juni 1283 Zeuge zu Chur, als Bischof Friedrich I. dem Freiherren Walter von Vaz das Schloß Aspermont und die Höfe Molinära, Trimmis und Tumils verlieh. — Als am 6. Oktober 1299 zu Ragaz durch ein Schiedsgericht gewisse Anstünde beseitigt wurden, welche das Kloster Pfäfers mit seinein Vogte Heinrich von Wildenberg hatte, waren unter den vielen Edlen und Rittern der Umgebung auch Ritter Ulrich und Johann von Irisun als Zeugen anwesend- Der Letztere war damals vielleicht noch jung, jedenfalls nicht Ritter; denn er wird nicht Herr genannt. Ritter Ulrich ist zum letztenmal erwähnt im Jahre 1305. Mit anderen Edlen erscheint er in der Urkunde, in welcher die Freiherren Johann und Donat von Vaz dem Bischof Sigfried bestätigen, daß er die Castvogtei über Chur mit 300 Mark Silber eingelöst habe. Gleichzeitig mit diesem Ritter Ulrich lebte ein anderer Ulrich von Triesen, welcher Domherr in Chur war und am 7. Dezember l302 starb i). Er hat seine Ruhestätte in der Cathedrale vor dem Altare des hl. Paulus gefunden. Er ver- machte für einen ewigen Jahrtag in der Cathedrale 4 Pfund Mailändisch von seinem Weinberge zu Vaduz gelegen, den man „Vaduzer" nannte und den er von seinem Bruder Johann erworben hatte, und von seinen Wiesen, „Gerkusa" genannt, durch ') Am 15. Dezember 1300 war er mit anderen Domherren Zeuge gewesen.
        

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