- 125 — am Triesenberg zur Zeit geschah, da der roerden- bergische Besitz noch nicht geteilt war, also vor 1290. In eben derselben 
Zeit kamen die Walliser auch nach Davos. Der Lehenbrief, durch welchen 
Graf Hugo von Werdenberg und die Freiherren Johann und Donat von Vaz den Wallisern das Thal Davos zu Lehen gaben, datiert vom 1. September 1289. Auch ins heutige Vorarlberg kamen die Walliser um die gleiche Zeit. Jin Jahre 1313 erhielten sie Lehen in Laterns und schon vorher (1303) in Tomüls in dem nach ihnen benannten Walser- thale. Demnach dürfte die Wallisereinwänderung nach diesen Orten nicht von Davos, sondern direkt von Oberwallis aus erfolgt sein und zwar, wenn nicht gleichzeitig, so doch in nur kleinen Zwischenräumen. Ein anderer Erblehenbrief der Walliser am Berg datiert vom 20. Dezember 
l3?1. In demselben gibt 
Graf Heinrich von Werdenberg-Sargans zu Vaduz einigen Wallisern die Alpen Guschg (Güschgle) und Guschgfiel zu ewigem Erb lehen gegen einen jährlichen Zins von 1? 
Schilling Pfenning. Diese Urkunde lautet nach einer Copie (Gemeindearchiv Balzers): Ich Graf Hainrich von Werdenberg von Sargans, Graf Hartmanns (so lautet Wohl der 
Name im Original, in der Copie steht „Hartmudes") 
seeligen Sohn, Kunt und Wergich offendlich an 
diesem Briefs, allan den, die ihn ansehen oder hören leßen, das ich mit Gueter Vorbetrachtung, darzu nach Gutem rath meiner Amplüt, verliehen han und verlich mit diesem Briefs ze einem rechten Erblichen nach Erblichensrecht dißen nachbenannten Walsern: des Ersten Hanß von Gußbrunnen und Hanßen, Klausen söhn, von Guten Alpi), 
Hanßen stöß und Jacken, seinem brueder und 
Petter stös und Petter 
schaller, Jacken Wibin stößen söhn 2), und allen ihren Erbcm, ob sey nit werint^): Ain Alp, die man Nembt Gusch und 
Gusch-Fiel, stoßen oben an die Alp, die man Nembt Gcnnp und 
Neba zu an das theil, das Scharm Khaufft Hand, von denen von Frastanz (April 1361) und herab an den ') Im Original wohl Gueten Alp oder Gurten Alp, Gatnolp. ') D. h. die Söhne des Weibes von Jakob Stöß. Es sind die ge- nannten Peter Stöß und Peter Schaller, letzterer also von einem Manne mit dem Familiennamen Schaller. 2) Ob sie nit wertnd, d. h. wenn sie nicht (mehr am Leben) wären.
        

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