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Bühl er, und andere, die aber in den Urkunden nicht ausdrücklich als Walliser bezeichnet werden, wie Wagner (daher Wagnerberg, jetzt Wangerberg). 5. Erni, Hoch, Niedhart, Tschol, Walser und Heidegger sind aus Vorarlberg eingewandert. Die Erni kamen niit dem Pfarrer Erni Hieher im Jahre 1652, die Hoch mit dem Pfarrer Hoch im 
Jahre 1711, die Niedhard mit dem Cooperator Gir im 
Jahre 1698, die Tscholl aus Bludenz 
um 1800, die Heidegger aus 
Egg im Bregenzerwald 
um 1800, später die Walser aus Rankweil. 6. Ebensalls aus Vorarlberg (Sateins) eingewandert war die adelige Familie von Kriß, wovon ein 
Teil sich in Balzers niederließ. Schon um das 
Jahr 1616 heiratete eine Ursula Schurti einen von Kriß, und deren Sohn, Lieutenant Thomas von Kriß, nahm iin 
Jahre 1656 eine Elisabeth Verling 
zur Frau. Vom alten Triesner Adel wird bald eingehender die Rede sein. VI. Zur Erleichterung des Verkehrs wurden Wege und Brücken erbaut. Die Kirche unterstützte derlei Unternehmungen mit ihren geistlichen Mitteln, weshalb die meisten Brücken einen religiösen Charakter hatten und Kapellen 
und Heiligenbilder trugen. So war die Brücke, die 
vor Zeiten von Triesen über den Rhein führte (bei Capont, d. h. «ass. pvnris, Brückenhaus), mit einer Kapelle und der Statue des hl. Johannes von Nepomuk geschmückt, welche letztere jetzt in der Muttergotteskapelle steht.. An die Be- quemlichkeit der Wege stellte das Mittelalter noch keine großen Anforderungen; insbesondere waren die Dorfwege sehr schlecht, zum Teile mit 
groben Platten besetzt. Die Leute hatten eben damals bessere Nerven als heutzutage. Wirtshaus gab es im früheren Mittelalter in Triesen noch keines. Die Wirtshäuser hatten überhaupt noch mehr den Charakter von Wohlthätigkeitsanstalten und den Wirtshausbesuch der bloßen Unterhaltung wegen kannte man gar nicht. Dagegen bestand in Triesen eine Art Spital,'in welches insbesondere das kranke fremde Bettelvolk auf der sogenannten Bettelsuhr aus den übrigen Gemeinden der Grafschaft Vaduz verbracht wurde. Das Bettler- und Gaunerwesen, die 
herumziehenden Zigeuner, waren eine überaus lästige Landplage, gegen welche das Volk durch die Obrigkeit zu wenig geschützt wurde.
        

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