— 113 — waren 1 Schilling;,20 Schillinge (oder 
240 Pfenninge) waren 1 Pfund Pfg., etwa 2 Kronen heutiger Währung; 1 Schilling Silber 
2 Pfd. Pfg. (4 
Kronen); 1 Schilling Gold ?»/s Pfd. Pfg. (15 Kronen); 1 Mark Silber etwa 50 Kronen. Eine schon in den 
ältesten Zeiten in unseren Gegenden gebräuch- liche Scheidemünze war 
der Haller (später Heller genannt), Er hatte seinen Namen 
von der Stadt Hall in Schwaben, wo er namentlich ums Jahr 1228 am häufigsten geprägt wurde. Er trug auch deren Wappen: auf der einen Seite 
eine Hand, auf der an- dern ein Kreuz. 
Die Haller wurden früher in Silber geschlagen und hatten mit 
dem Pfenning gleichen Wert; später galten sie nur die Hälfte und ihr Wert sank 
mit dem des Pfennings immer mehr. Seit dem 15. Jahrhundert prägte man sie in 
Kupfer. Pfennig oder Pfenning war ursprünglich der allgemeine Name jeder Münze in Deutschland, der sich von 
den Hohlmünzen (Brakteaten genannt) herschreiben soll, weil diese die Gestalt 
eines Pfännchens hatten. Man hatte goldene und 
silberne Pfenninge, sowie dicke, dünne, breite und hohle. Später bezeichnete man damit eine silberne Scheidemünze, von der 160 Stücke eine Mark feinen Silbers enthielten und .die mithin 2 Groschen oder 9 Kreuzer wert waren. Sie wurden aber immer kleiner und geringwertiger, so daß es im Jahre 1400 zu einer Mark Silber etwa 12—1400 Stücke Pfenninge brauchte. Wie man aus den obigen Bezeich- nungen ersieht, wurde früher das Geld nicht gezählt, sondern ge- wogen. Eine Mark war ein 
halbes Pfund oder 16 Loth. Der Gulden war ursprünglich eine Goldmünze, daher der Name. Als im 15. Jahrhundert Silbermünzen von 2 Loth Schwere ge- prägt und Gulden benannt wurden, hieß man zum Unterschied von diesen die goldenen Gulden Goldgulden. Man teilte an- fangs den Gulden in 20 Schillinge zu 3 Kreuzern, später in 60 Kreuzer ein; 
1/̂2 Gulden waren 1 Thaler. V. Erst ums Jahr 1100 fing man an, sich 
einen Familien- namen oder Geschlechtsnamen beizulegen, welcher entweder dem Berufe, oder dem Taufnamen eines Vorfahren, oder dem Orte, wo man wohnte, 
oder einem Spitznamen entnommen wurde und sich im Laufe 
der Zeit sehr veränderte. Von den alten Triesner 
Geschlechtern findet man in den Urkunden folgende: 8
        

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