— 9? — Pfarrer am Triesenberg, dann durch Tausch 
2^2 Jahre Hofkaplan in Schaan und endlich von 1864 bis 188? Pfarrer von Triesen. In seiner kleinen Statur lag ein rasches und lebhaftes Temperament und eine ziemliche geistige Begabung. Nebenbei war er auch Homöopath und half als solcher gerne und unentgeltlich in mancher Not. Als Seelsorger wirkte er mit großem Eifer, wie er denn auch im Jahre 18?9 eine Volksmission abhalten ließ und manche andere Opfer brachte. Pfarrer Balzer starb am 2. Mai 188? zwischen Triesen und Triesenberg, den beiden Pfarreien, die er viele Jahre Pastoriert hatte, als er sich eben zum Josefs-Brudertag nach Triesenberg begeben wollte, am Herzschlage, im Beisein seines Cooperators Schmid, der ihm die hl. Oelung spendet?. Er sollte sein 50jähriges Priesterjubiläum, das wenige Monate nachher gefeiert worden wäre, nicht mehr erleben. Am 24. Mai 1890 starb infolge von Influenza an Wasser- sucht Cooperator Joh. Franz Schmid nach bmonatlicher Krank- heit und frommer Vorbereitung im ?2. Lebensjahre. Er hatte über 30 Jahre lang mit größtem Eifer in dieser Pfarrei gewirkt, ge- achtet von der Gemeinde und von seinen geistlichen Mitbrüdern und nahm den Ruf eines frommen und.sittenreinen Priesters mit sich ins Grab. Er ruht, wie er gewollt, neben Pfr. Balzer. Bei seiner Bescheidenheit und Bedürfnislosigkeit hatte er auf der ärm- lich dotierten Pfründe einiges Vermögen erspart und vermachte daraus einige fromme Legate für die Pfarreien Triesen und Vals. V. Geschichte öes v. Kriß'schen Stipenöiurns. Am 14. Februar 1692 besichtigten Cooperator Kindle, Land- schreiber Abegg, Alt-Landammann Christoph Walser, Landammann Johann Regele, Franz Lampart und Bascha Schwarzenberger des Gerichts die Stiftungsgüter. Sie schätzten den Zins der Saxbündt auf 8 fl., den vom Lehenbüchel auf 18 fl., den von der Donats- bündt in Balzers auf 13 fl. Dabei mußten die Zinsleute diese Güter in baulichen Ehren erhalten. Der Erlös aus dem Wein von den zum Stipendium gestifteten Weinbergen betrug im Durch-
        

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