— 95 — Am 22. Okt. 1857 erging folgende Regierungsverordnung:' 1. die Alltagsschulen haben spätestens am 12. Nov. zu beginnen und die Sonntagsschulen sollen an allen Sonn- und Feier- tagen gehalten werden. 2. die Pfarrer sollen vor Schulbeginn zu fleißigem Schulbesuch durch eine Predigt aufmuntern. 3. die Fleißkataloge sind genau zu führen und die Absenzen- listen dem Ortsvorstande zur EinHebung der Strafgelder wöchentlich zu übergeben. 4. die Ortsgeistlichen haben als Lokalschulinspektoren jeden Monat einen verläßlichen Bericht über die Thätigkeit des Lehrers, den Zustand der Schule, über Schulzucht u. s. w. an den Schulen-Oberinspektor, Kanonikus Wolfinger, einzu. senden. Am 25. März 1863 feierte Pfarrer Hofer unter freudiger Teilnahme der Gemeinde und der Priester des Landes sein 50- jähriges Priesterjubiläum. Es war ein seltenes Fest und wurde würdig begangen mit Festpredigt, Levitenamt, feierlichem Aufzug, Inschriften, Kränzen, Böllerschüssen, Schützen und Festmahl. Der ehrwürdige Jubilar war zu Thränen gerührt, als ihm Landes- verweser von Hausen im Austrage des regierenden Landesfürsten Johann II. ein rotseidenes gesticktes Meßgewand überreichte. Die Kirche hat dasselbe später angekauft. Unter Pfarrer Hofer feierten vier Priester aus der Gemeinde Triesen hier ihre Primiz, nämlich: 1. Josef Kindle, geb. 7. Febr. 1791, der Benefiziat in der Diöcese München wurde und dort hochbetagt starb. 2. Josef Nigg, geboren 29. Aug. 1804 zu Chur, als Sohn des bischöflichen Försters. Er erhielt auch seine ganze Ausbildung in Chur, hielt seine Primiz in Triesen im Herbst 1828, versah manche Jahre die Hofschule in Chur und wurde dann daselbst Dombenefiziat. Er starb am 8. August 1889. 3. Josef Erni, geb. 26. Mürz 1811, machte seine philos. und theolog. Studien in Solothurn, primizierte in Triesen am 28. Aug. 1836, wurde Pfarrer in Samnaun, Ruggell und Vaduz, wo er im Dezember 1882 starb. Er war Schulkommissär und Mitglied des Landtages. 7 .
        

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