— 31 — übersehen und bewachen. Die noch stehende hohe Mauer scheint auch durch ihre Bauart auf römischen Ursprung hinzuweisen. Die Burgen des frühen Mittelalters sind auch mit Vorliebe auf römischen Unterbauten aufgeführt worden. Die Römer- straße ging auch an dieser Talseite herab, an Grafenberg vorbei nach „mura" und Eutenberg. Bei mura war zwischen See und Fels eine gemauerte Talsperre. Daher der Name. Erst später wurde die Straße an der östl. Talseite angelegt und über Balzers geleitet. An der alten Römerstraße in Mailis wurde die erste Kirche erbaut zu St. Peter. Grasenberg ist schon vor Jahrhunderten, vielleicht schon im 13. oder 14. Jahrhundert zerstört worden. Wenn der Name „Mörderburg" seine Berechtigung hätte, könnte man an eine Exekution denken, die König Rudolf v. Habsburg den Raubburgen und Raubrittern angedeihen ließ. Die trauernden Ruinen, ferne von menschlichen Wohnun- gen, erhalten nur selten einen Besuch. Wer aber einmal einen Ausflug dahin macht, den wird es nicht gereuen. 2. Eutenberg. Ueber Gutenbergs Schloß und Geschichte enthält das historische Jahrbuch pro 1914 eine eingehende Abhandlung. 3. Richenstein (Reichenstein). In Triefen waren im Mittelalter mehrere adelige Ge- schlechter ansässig, unter denen besonders drei als ritterbürtig hervorragten: Die von Trisun, von Richenstein und von Schiel. Die Ritter von Richenstein erscheinen in den Urkunden von 1253—1450, also durch 200 Jahre. Man findet die näheren Angaben über sie in meiner Geschichte von Triefen, weshalb ich mich hier kurz fassen kann. Die Richensteine erscheinen öfters als Bürgen, als Zeugen, einer als Abt von Disentis und einer unter König Rudolf v. Habsburg als königlicher Reichsvogt in Chur. Die Richensteine standen in Diensten der Grasen v. Werdenberg, sie nahmen wahrscheinlich unter deren Banner teil an den Kriegen Rudolfs v. Habs- burg und seiner Nachkommen. Sie nahmen auch teil an den Gemeindeangelegenheiten von Triefen. Als z. B. im Jahre 1406 die Triesener einigen
        

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