— 71 — sich besonders um das Schulwesen und in der Vertretung des Landes nach Außen verdient gemacht. Er versah seinen Dienst als Landesverweser von 1334 bis 1832 und von 1896 bis Ende 1913. In der Zeit von 1392 bis 1896, in welcher Friedrich Stellwag v. Canon die Negierungsgeschäfte leitete, war v. In der Maur als fürstl. liecht. Kabinettsrat in Wien tätig. Um 1914 trat Leopold Freiherr v. Imhof den Posten als Landesverweser an, den er bis zu seinem Rücktritte im November 1918 versah. Bald darauf betraute der Landes- fürst zur allgemeinen Freude des Volkes ein Mitglied des Fürstenhauses den Prinzen Karl Liechtenstein, mit der Leitung der Regierungsgeschäfte in Vaduz. So vollzog sich der Werdegang unseres Landes. , Ur- sprünglich ein Bestandteil des alten Rätien, später unter ver- schiedenen Herren dem tausendjährigen deutschen Reiche zu- gehörend, wurde es im Anfange des neunzehnten Jahrhunderts ein souveränes Staatswesen und deutscher Bundesstaat, bis es im Jahre 1866 der Bundespslichten enthoben sich aus- schließlich seinem inneren Ausbaue widmen konnte. Liechtenstein ist in der letzten hier eingehender geschilderten Zeitperiode, welchu der mehr polizeistaatlichen Bevormundung in der Zeit der ständischen Verfassung folgte, ein wohlgeordnetes Staats- wesen von eigenartigem Charakter geworden und hat sich aus den früheren meist recht ärmlichen Verhältnissen zu einem zwar bescheidenen aber gesunden Wohlstande emporgeschwungen. Wenn in 
neuester Zeit die Folgen des Weltkrieges mit der enormen Teuerung und Geldentwertung auch auf unser Land trübe Schatten geworfen haben, so wurde doch glück- licherweise die Selbständigkeit 
des Fürstentums davon nicht berührt. Der gesunde und arbeitssame Sinn des Volkes, seine treue Anhänglichkeit an 
den Fürsten, sowie die warme und auch tätige Anteilnahme 
des Fürstenhauses an unseren Geschicken lassen sicherlich die Ueberwindung der vorübergehenden Schwierigkeiten erhoffen. Es ist keine Uebertreibung 
zu sagen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.