— 51 — von dem im Jahre 1883 bei Triesen erfolgten Bruch eines Geleitdammes — verschont. Auch das 
bedeutende Hochwasser vom Jahre 1390, 
welches hauptsächlich Vorarlberg (Altach- Hohenems) schwer heimsuchte, bewirkte bei uns keine nennens- werten Rheinschäden. Schon im Jahre 1368, besonders aber noch 1871 und 1372, drängten 
die schweizerischen Gemeinden immer lauter auf die Erstellung von Hochwuhren und drangen auch durch. Damit wurde das vertraglich festgelegte Doppelfluß- system einseitig verlassen, trotz der von unserer Regierung vorge- brachten Proteste. Die Schweizer führten in 
kurzer Zeit, unterstützt durch Bundes- und Kantonshilfe, mächtige Hochwuhre auf. Unserm Lande 
fehlten diese großartigen Hilfsquellen und die Erstellung von Hochwuhren konnte daher nur allmählich zu Stande kommen. Bei unserem langsameren Vorgehen zeigte sich sehr bald der enorm große Vorteil, daß sich 
auf diese Weise sehr günstige Hinterlandungen bilden konnten, die den allmählich wachsenden Hochwuhren einen kräftigen Erundkörper verliehen. Im Jahre 1373 wurde ein besonderes Gesetz 
ge- schaffen betreffend die Subventionierung der Rheinbauten. Erleichtert wurde die Beitragspflicht des Landes durch ein unverzinsliches in 20 Jahresraten rückzahlbares Darlehen des Landesfürsten im Betrage von 175.000 fl. Waren bis zum Jahre 1890 die Rheingemeinden in 
der Hauptsache aus ihre eigenen Leistungen angewiesen, freilich unterstützt durch ge- legentliche Landesunterstützungen in Form von Subventionen oder auch in Form von unverzinslichen Darlehen, 
so schuf das neue Wuhrgesetz vom Jahre 1391 gründlichen Wandel. Eine 
wichtige gesetzliche Bestimmung legte nämlich fest, daß künftig die Rheinbaukosten zu drei Vierteln vom Lande und nur zu einem Viertel von beteiligten Gemeinden zu tragen waren. Die Voranschläge des Landes für Rheinschutzwerke zeigen daher auch in den neunziger Iahren enorm hohe Ziffern. Nach 
einer Zusammenstellung der Rheinbauauslagen von 1356 bis 1379 beliesen sich die Kosten aus nahezu 21/2 Millionen Kronen. Die Gesamtauslagen für Nheinbauten innerhalb der Zeit von 1856 bis 
1906, also innert fünfzig Jahren, dürften sich mit Hinzurechnung der vor dem Jahre 1890 ganz enorm großen Eemeindeleistungen annähernd aus 5 Millionen Kronen
        

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