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die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts zurückreichen, 
geben Zeugnis davon. Am 7. Oktober 1837 kam 
nun zwischen der liechtensteinischen Negierung und jener des Kantons St. Gallen ein Vertrag zu Stande, der durch spätere Vereinbarungen vom Jahre 1347 noch weitere Er- gänzungen erhielt. Als Ursache der zunehmenden Versumpfung der im Bereiche des Rheins liegenden Güter wurde die über- mäßige und in unzähligen Unregelmäßigkeiten abwechselnde Breite des Flußbettes angesehen und daher eine Einschränkung des Flusses auf 400 Wienerfuß für die Abstände der Wuhr- bauten und aus 700 Wienersuß für die Binnendämme festgesetzt. Alle alten Wuhrmarkbriese, welche sich in den Ge- meinden der beiden Userstaaten 
vorfinden, sollen durchaus keine die Korrektionslinie beeinflußende Gültigkeit mehr haben. Das Eigentum der Wuhrgemeinden hat sich bis zu den im neuen Stromplane bezeichneten Wuhrlinien zu erstrecken, wo- gegen die 
Mitte zwischen den beiderseits angenommenen Wuhr- linien als 
Landesgrenze zwischen den beiden Vertragsstaaten zu gelten haben. Wie aus den Protokollen der jährlichen Wuhrbesichtigungen zu ersehen ist, ging das Korrektionswerk langsam von statten. Die jährlich sich wiederholenden Zer- störungen an den ausgeführten Bauten wirkten hemmend und die damalige finanzielle Lage gestattete nicht, mit entsprechend großen Mitteln zu helfen. 
Bedeutende Hochwasser traten in den Jahren 1316, 1817 und 1821 aus; im Jahre 1^39 erfolgte ein Einbruch unter Gamprin und überschwemmte Ruggell und Bangs. Am 28. Juni 1346 durchbrach der Rhein das Wuhr oberhalb Vaduz, die große Ebene bis nach Mauren stand sechs Wochen unter Wasser, die Kanalbrücke in Bendern wurde zerstört. Der Schaden 
an Feldsrüchten wurde aus 100.000 fl. berechnet. In Vaduz bildete sich unter dem Vorsitze von Dr. Carl Schädler ein Hilfsverein, der an alle benachbarten Behörden Hilfsgesuche richtete. Es gingen gegen 10.000 fl. ein, darunter über 4000 fl. von 
der fürstlichen Familie in Wien. 
Vom Fürsten wurde zugleich angeordnet, daß die beschädigten Gründe von Vaduz 
bis auf weiteres steuerfrei zu 
halten seien. — Ein kleinerer Einbruch erfolgte im Jahre
        

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