— 14 — beiden Landschaften wieder zusammen und zwar unter die Regierung eines ruhmvollen 
und reichbegüterten österreichischen Fürstengeschlechtes'). Hans Adam war ein guter Verwalter und ein Förderer der Künste. Das letztere bewies er durch seine Palastbauten und durch die Erwerbung bedeutender Kunst- schätze, welche noch heute einen Schmuck der berühmten 
liechten- steinischen Gemäldegallerie bilden. Nun folgte im Jahre 1712 Fürst Anton Florian, der im folgenden Jahre in das 
Reichs- fürsten-Kollegium aufgenommen wurde. 
Unter diesen wurden auch im Jahre 1718 Vaduz und Schellenberg zu einem Primo- geniturstammgute 
des fürstlichen Hauses erklärt. Durch das kaiserliche Palati natsdiolom vom 23. Jänner 1719 erhob daraufhin Kaiser Karl VI. die beiden Landschaften zu einem unmittelbaren Reichsfürstentum unter dem Namen Liechtenstein^). Während der Regierung 
des Fürsten Anton Florian entwickelten sich, hauptsächlich veranlaßt durch das eigenmächtige Vorgehen 
des fürstlichen Kommissärs Harprecht, Anstünde, die zu einem langen und erbitterten 
Streite bezüglich des Noval- zehnten führten. Durch das Dazwischentreten des Bischofs von Chur und durch die vom Kaiser 
dem Fürstbischof r'on Konstanz übertragene Unterstützung wurde nach weitschweifigen Unterhandlungen der Friede wieder hergestellt. Aus 
Anton Florian (gest. 1721) 
folgte dessen Sohn Fürst Joses, der 
jedoch schon im Jahre 
1732 starb und nur einen minderjährigen Sohn, 
den Fürsten Johann Karl, hinterließ. Bis 
zu dessen Volljährigkeit im Jahre 1745 
führte Fürst Wenzel die vormundschaftliche 
Negierung. Fürst Johann Karl starb im Jahre 1743 in der Blüte seiner Jahre. Mit ihm war die ältere Eundakerische Linie erloschen und so fiel die Primogenitur samt dem Reichsfürstentum an 
den Fürsten (9. Juni 1712 in Vaduz) an die Fürsten von Liechtenstein. X. Jahrbuch 1910 S. 5 ff. ') Geschichte des fürstlichen Hauses Liechtenstein von Jakob Falke. ? Bände, Wien, Branmllller 1808/82. °) vgl. I. Jahrbuch 1901. Kaufbrief über Schellenbcrg S. 4I ff; über Vaduz S. dl ff.; Palatinatsdivlmn S. 0L ff im vollständigen Abdrucke der Originale,
        

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