Beweggründe wiederholt und ferner daran erinnert, 
daß unser Landesfürst Johann I. als Feldinarschall bekanntlich bei jeder Gelegenheit Gut und Leben dein Wohle Österreichs geopfert habe. Das Land habe von jeher seine Anhänglichkeit an das ErzHaus Österreich betätigt, wovon die iin letzten Kriege für 
die öster- reichischen Truppen geinachten Lieferungen im Werte von mehr als 40,000 fl 
die sprechendsten Beweise seien. Auch besorge das Land um 
einen sehr geringen Lohn die Satzfuhren nach der Schweiz. Endlich habe Österreich an dem Wohle 
des Fürsten- tums 
auch selbst Interesse, da es im Lande eine Reihe von Ge- fallen, namentlich ausgedehnte 
Zehentrechte besitze und Eigen- tümer der Gutenberger Güter sei. Der Möglichkeit des Schleich- handels in die Schweiz sei durch die Bewachung der Rhcinüber- fahrten und anderer Ausbruchsstntioneu vorgebeugt. Aus dieses Schreiben teilte das k. k Kreisaint in Bregenz am 21. März 1817 dem Oberamte in Vaduz mit, daß die Ans^ fuhr vou 800 Viertel Erdäpfel aus Vorarlberg nach Liechten- stein gegen Entrichtung des tarifmäßigen Zolles bei dein Grenz- zollamt Gcilmist erlaubt werde. Laudvogt Schuppler sprach der Landesstelle in Bregenz und anch dem Gubernialrat in Inns- bruck für dieses, sreundnachbarlichc Entgegenkommen den wärm- sten Dank aus. Der Bedarf au Erdäpfelu war freilich nicht gedeckt, denn es waren nach der vom Oberamte gemeindeweise eingeholten Bedarfsliste annähernd 6000 Viertel angemeldet worden. Immerhin war wenigstens für die Frühjahrsaussaat einigermaßen gesorgt. Die 800 Viertel wurdeu 
wie solgt zuge- teilt: nu Balzers 100 Viertel, Triefen 100, Triesenberg 100^ Vaduz 100, Schcmn 100, Eschen 80, Mcmren 70, Ruggell 70, Gamprin 40 und Schellenberg 40. Nach amtlicher Vorschrist durften die Erdäpfel nur zur Aussaat verwendet werden. Der iu der ganzen 
Notstandsfrage sehr rührige und 
ener- gische Landvogt 
Schuppler suchte noch weitere Hilfe und wandte sich 
zu diesem Zwecke in einer Eingabe 
vom 25. März 1817 an den Landesfürsten'Johann l. Eingangs führt er aus, daß, die Lebensmitteluot, wie er.schon wiederholt zur allerhöchste» Kenntnis gebracht habe, eiue außerordentlich große sei. Haupte sächlich rühre das daher, daß die Ausfuhr aller 'Lebensmittel aus Vorarlberg, die Schwabeufrucht allein ausgenommen, auf
        

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