24, März abends 11 Uhr gestorben. Die Anzeige von Wien kam am 3, April nach Vaduz, nach BalzerS am 5, April. Wegen der Osterzeit mußte die Traucrfeier verschoben werden. Doch wnrden durch längere Zeit nach dem Bekanntwerden des Ab- lebens öffentliche Gebete in der Kirche und der hl. Messe ver- richtet. Das ivar auch während der Krankheit geschehen. Über den Kirchenban schrieb Pfarrer Mähr folgende Notiz. Der Brand vom 22. Oktober 1795 verursachte eine grenzenlose Armut. Die Leute arbeiteten so viel sie konnten, ihre Wohnun- gen wieder zn erstellen teils aus eigenem Vermögen, teil? ans Erbetteltem, teils mit Schulden. An Kirche und Pfarrhvf konnten sie noch nicht denken. Dazu kam der Lärm des Frauzoseu- kricges vvn 1799, die Verwüstungen, Plünderungen der Fran- zosen, die am 6. März bei Trübbach einbrachen nnd die Steig erstürmten, und durch 19 Tage nach militärischer Art hansten, nachdem die Leute von den befreundeten Soldaten alle? hatten ertragen müsfen. Die Pfarrei konnte 'nur äußerst schwierig pasto- riert werdcu wegen Mangel an allem Notwendigen nnd wegen Mangel an Wvhnungen. Der Jugendnnterricht, die Speuduug der Sakramente, der Krankenbesuch unterlagen tausend Schwierig- keiten. Ich unterließ nichts, daß doch endlich an den Ban einer Kirche gedacht werde. Ich schrieb nach Vaduz, Feldkirch, Inns- bruck, Wieu*) uud Chur. Ich erhielt keine oder mir seltene Autwort. Von Chur, ja, erhielt ich sie öfter nnd sehr wohl- wollend, aber vvn dort hing die Sache nicht ab. Endlich wurde auf Verwendung des Fürstbischofs, der durch die infame Revo- lution gezwungen war Ehur zn verlassen und in Merau zu residieren, erreicht, daß eine Kommission von Innsbruck Hieher kam in der Person des Herrn Franz Baraga, kaiserlicher Bau- direktors, der Erkundigungen über alles cinzuzieheu hatte, Das ivar im September 1802, Damals snud in Vaduz Kommissions- sitzuüg statt, au der namens des Kaisers der Bogt von Feldkirch, Herr von Steiger, die Herren zu Vadnz und die Vertreter von. Balzers teilnahmen, au der aber nichts anderes gefragt ivnrde, als ob die Gemeinde freiwillig das Holz zur Kirche, Pfarrhvf 5) Das Palronatsrecht der Pfarrei Balzers stand damals noch dem Kaiser von Österreich zn als Besitzer von Gntenberg, Er hatte auch die Banpslicht.
        

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