dritte Teil des Zehnten zu Schacm nnd Vaduz, dessen Lehens- herr der Graf von Werdenberg war. Im Besitze dieser Graf- schaft waren damals die Grafen von Sax zu Mosax. Der Graf Heinrich von Sax nrkuudete am Freitag nach Palmsonntag 1436, daß zu ihm nach Maienfeld in die Burg kam der fromm Hans Nußbaum von Wallenstadt nnd brachte namens seiuer Frau Margaretha Hahn, der Tochter des Gau- deuz Hahu von Feldkirch vor, daß diese Anrecht habe an Zehnteil nnd Gütern zu Vaduz und Schacm, welche herrühren von Frau Margaretha Vaistli selig, Walter Hcihus HauSsrau, die ein Lehen des Grafen seien. Der Graf übergab dein Hans Nußbcmm uud seiuer Frau diese Lehen, nachdem sie Gelöbnis nnd Huldigung geleistet hatten. Später kam das Zehentlehen an einen Chnrer Bürger namens Hans Jter. Bald gab es Anstünde wegen des Zehnten zn Schaan zwischen dem Grafen Heinrich von Sax-Mosax (zu Werdenberg) und dein Ritter Rudols von Hohenems. Dieser Ritter hatte ihn von Hans Jter erworben. Aber der Graf wollte das nicht zugeben, da er den Zehnten einem anderen Churer Bürger, Leonhard Zortsch verliehen hatte. Rudolf von Eins ließ also dem Grafen einen kaiserlichen Gebotsbrief überreichen. Darauf bestellten die Parteien ein Schiedsgericht. Dasselbe bildeten Bischof Ortlieb von Brandis in Chur, sein Bruder Sigismuud und einige Churer Ratsherren. Der Ritter von Hohenems ge- wann den Prozeß^ er erhielt den Zehnten von Schaan als Erb- lehen, mußte aber dein Leonhard Zortsch 110 Gnldcn Entschädi- gung zahlen. In dem betreffenden neuen Lehenbriefe bemerkte der Graf, daß vorher die Säger vou Maienfeld, dann die Faistti nnd 1)ann Jörg Groß von Vaduz im Besitze dieses Lehens ge- wesen seien. Es betraf dies indeß nur einen Teil des ganzen Zehnten. Darauf verkaufte Rudolf von Eins dieses Lehen wieder zurück an den Bürger und Stcidtcnnmann Hans Jter in Chnr um 325 Pfd. 
Pfg. 1477. Dieser Hans Jter löste zu Ende des Jahres 1488 die Dienste, die er als Lehenmann zu leisten hatte, um 23 Gnlden ab und behielt den Zehnten als freies Eigentum. Nach des Hans Jters Tode machten feine Söhne Hirony- mns und Donat, welch letzterer Domdekan zu Chur war, und
        

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