— 21 — Zum Schlüsse liegt die 
Versuchung ucihe, auch unsere jetzigen dnrch den entsetzlichen Weltkrieg in Not und Teurung geratenen Zeiten wenigstens in 
einigen Punkten in Vergleich zu ziehen. Zu diesem Zwecke möge eine Liste der 
Nahruugsmittel- preise folgen, wobei 
die Preise vom Normaljahr 1914 und die- jenigen vom jetzigen Jahr 1918 
nebeneinander gestellt sind.*) Die für 1918 
angegebenen Preissätze sind 
großenteils sehr elastisch, nnd erheben sich zuweilen zu wahren Wucherpreisen. Es kosteten im Jahr 1914 iin Jahre 1918 Türken 100 Kilo 18--20 X 
200--500 Weizenmehl 100 
40--50 .. 500--600 Gerste 100 
200--350 Kartoffeln 100 .. 5-- 
7 I 30-- 60 1 Kilo Brot 
40 n 
2-- 5 1 Liter Wein (rot) 75, „ 
2.80-- 5 (weiß) 40 ,. 
1.80-- 
3 1 „ Branntwein 
2 K 23-- 35 1 Kilo Rindfleisch 2— 2.20 
7--7.50 l Butter 
3.60--3.80 ,. 10-- 
30 l „ Käs (mager) 80 
—90 !r 3-- 5 1 .. Kaffee 2.60--3,60 K 
45 1 „ Bohnen 
50 !r 5-- 6 1 Ei 
10 
—12 90 Ii--1.10 Es ist hiebci zu bemerken, daß sich 
diese Preise in steigen- der Linie allmählich von Ende 1914 anfangend zu der Höhe im. Jahre 1918 entwickelten. Einer spätern Arbeit möge es vor- behalten sein, die jetzige Teurung uud zwar auf allen Gebieten eingehender zu schildern. Vergleichen wir die Liste von 1914 uud 1918 mir der von 1811 uud 1817, so finden wir bei einer Reihe von Nahrungs- mitteln Preissteigerungen, die sich gegenüber der vorausgegan- genen Normalzeit iu das Vielfache erhoben. Aber sofort fällt ans, 
daß selbst iin Hungerjahr die Erzeuguisse der Viehwirtschaft: Butter, Käse 
und Fleisch verhältnismäßig erheblich weniger im Preise stiegen, als in der jetzigen Teurungszeit. Auch die Vieh- prcise, die sich bei uns im Jahr 1817 von ursprünglichen 25 fl Unser Vereinsmitgiied Herr Reallehrer Schädler war so freundlich,, mir diese Liste durch Erkundigung bei Sachverständigen zu besorgen.
        

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