nur wenig 
an Fleischgcnuß gewöhnt war und die anderen Nahrungsmittel vvrzvg. Selbst das Schweinefleisch scheint da- mals nvch 
nicht besonders begehrt gewesen 
zn sein. Nach einer im Jahre 1815 vorgenommenen amtlichen Aufnahme gab es im ganzen Lande nur 430 Schweine,- die Anzahl der Kühe betrug 1835, die der Schafe 1321, die der Ziegen 694 und die der Pferde 422. Das Rindvieh war klein, aber milchreich. Im Handel galt jedoch das größere Schweizervich fast die Hälfte mehr. Nach einer neuen, im Jahre 1818 vorgenommenen amt- lichen Aufnahme gab es keine größereu Verschiebungen in den genannten Zahlen, mit Ausnahme der Anzahl der Schweine, die mit 189 angegeben ist d. h. mehr als die Hälfte weniger als im Jahre 1815 noch vorhanden waren. Bezüglich genauerer Angaben über die 
damaligen Preise der Nahrungsmittel mußte ich mich — 
mangels hiesiger Auf- zeichnungen — auf glanbwürdige Berichte einzelner Vorarlberger Chroniken 
stützen. Die 
gefundenen Preise dürften sich, mit den Prcisverhältnisseu iu unserem Lande ziemlich genau decken. Jeden-, falls geben sie keine zu hoch gegriffenen Zahlen, weil, wir unter der allgemeinen Not und Teurung eher mehr litten,, als das benachbarte Vorarlberg, wo wenigstens iu einzelnen Bezirken die Ernte im 
Jahre 
1816 besser ausgefallen war, als 
bei nnS. Freilich ist es nicht leicht, sich in dein Gewirre der verschiedenen Maße, Gewichte nnd Münzen zurecht zu finden. Bei uns, wie mich, iu Vorarlberg, galt als Münze 
der süddeutsche Guldeu zu 60 Kreuzer. Als Hohlmaße welche damals für Getreide, Kar- toffeln nnd dgl. iil Betracht kamen, galten Malter, Metzen nnd Viertel. Ein Maller 
hatte 8 Viertel 
oder 
3'/» österreichische Metzen. Um jedoch unserem'jetzigen Verhältnisse zu entsprechen und bessere Vergleichzisfern zu erhalten, ist eine Umrechnung der Hohlmaße in GewichtSmengen erforderlich, wobei allerdings bei dem verschiedenen Schwergewichte der einzelnen Getreideartcn usw. nur auf ein annähernd genaues Ergebnis zu rechneu ist. Ich habe 
— gestützt auf mehrere sachkundige -Angaben — das Viertel Kartoffeln zu 25 Kilo, das Viertel Korn zu 20 Kilo, Türken zu 20 Kilo, Gerste zu 17 Kilo und Hafer zu 15 Kilo angenommen nnd als Preis den alten Gulden beibehalten. Zum Vergleiche nahm ich das 
Jahr 1811. Dieses Jahr war 
ein sehr
        

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