— 4v — die Pfarrei Eschen als sagen. „Pfarrstatthalter" besorgten.^ Der letzte Pfarrstatthnlter >var?. Benedikt Sthger, derselbe snhrte auch noch nach der Klostermrshebung die Psarramtsvcrwaltung fort bis znm Jahre 1843. Über die Geschichte der ncncren Zeit von: Jahr- 1830 an, wobei besonders die schon im Jahr 1835 einsetzenden- Verhandlungen über die Administrierung beziehungsweise Aus- hebung des Klosters Pfäfers vvu Wichtigkeit wurden, stand mir ein sehr umfangreiches Aktenbündel des hiesigen RegieruugSarchivs zur Verfügung. Ich habe die wichtigeren Originalurkunden zu Aus- zügen benutzt uud gebe dieselben im Folgenden wieder, weil sie uns über die durch die Klostemufhebuug veranlaßten Auseinander- setznngen uud Abschlüsse mit der Regierung des benachbarten Kantvns St. Gallen genan unterrichten und über die neue Ent- wicklung der Psarrei Escheu, ihres PsruudvcrmvgcuS, deS Kirchcn- bansvndcs nsiv. die nötigen Ansklärungen geben. 183« Oktvber 6. Protvkoll aufgeuommcu vom Landvogt Pokornu, in welchem die Gemeinde Eschen dnrch ihre Vertreter verlangt, daß die durch eineu Blitzschlag iu deu Turin der Eschuer Kirche verursachten Bcmnnkosten resp. Barauslagcu vom Kloster Pfäfers zu bezahlen seien. Der Blitzschlag erfolgte am 18. April 1830, fuhr durch deu Turm iu die Kirche, zerschmetterte den oberen-Teil des Turmes,, zersprengte alle Fenster in der Kirche und fuhr uoch iu die Sakristei, sprang auf die vergoldete Spitze eines dort aufgestellten Militär- fahnens uud zerfetzte denselben. 1831 Februar 23. Abt PlaciduS vom Kloster Psäfers erhebt bei dein Obcrmnte Widerspruch gegen das von der Gemeinde Eschen im Protokoll vom 6. Oktober 1830 gestellte Verlangeu, indem 
das Stist. Pfäfers bisher niemals von der Gemeinde zu Beiträgen an die Pfarrkirche aufgefordert worden sei, ivvhl aber habe das S tist bisweilen aus Gutwilligkeit Gescheute au Paramenten gemacht. In einer Beilage wird ausgeführt, daß die Psarrkirche- iu Eschen im Jahr 1438 erweitert nnd verlängert nnd im folgenden Jahre mich der Chor gebaut worden sei nnd zwar, ohne daß das Kloster erwähnt wurde. —Im Jahre 1651 sei die Kirche mit Hilfe milder Beiträge der Pfarrangehörigen renoviert worden.. ') Vergl. Mayer: Geschichte des Bistums Chur. II. Bd. S. 437.
        

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