— 44 — der Pfarrei Eschen müsse der landesherrl ichc Konsens eingeholt werden. Das beigelegte Schreiben des Statthalters Müller stelle einen eingehenden Bericht über die vom Kloster prä- tendierten Rechte in Aussicht. Er erwarte diesen Bericht demnächst, um vvil dem LandcSsürsten dann die weiteren Aufträge entgegen- zunehmen. Origiual-Papicr. 1733 März., (Pfäfers.) Entwurf einer „k n r z e n B e a n t iv v r t n ng V a d uz i s ch c r E in - lagen ei. cl L 011 s. tnr ^ in in Esche n." Eingangs wird bemerkt, daß dem Kloster Pfäsers nichts bekannt sei von einem dem Landcs- hcrrn zustehenden Rechte bei der Besetzung der Psarrci Eschen, wie mau das aus eiuem Urbar uud eiuer f. Verlautbarung vom Jahr 1722 prätendiere. — Das Kloster Pfäfers habe die Pfarrci- pfrund Eschen von den alten Landesherrn schon vor 1332 emp- scmgen und diese Kollntnr plsno znrs besessen. Schon im Jahr 1305 habe Swigger von Schellcnbcrg dem Kloster seinen Hos im Oberdorf in Mauren vermacht. Heinrich vvn Schellenbcrg habe im Jahr 1319 eines der vornehmsten Osfizien des Klosters das des ?inee,rim (Mundschenk) bekleidet. Ein anderer AdalbertuS von Schcllenberg sei' wirklicher Proscß nnd im Jahr 1329 Admini- strator des Gotteshauses Psäfers gcwcscn, dcr sodnnn „für die gewöhnliche Aussteuer diese Kvllatur (vvu Escheu) mit anhangenden Rechten an das Kloster eingebracht". So sei diese Pfrund „ohne mindeste > Restriktion cm das Gotteshaus gewachsen" nnd schon damals ganz „libers administriert" wvrdcn. Im authentischen alten Eschucr Urbarium heiße es: „Zu wissen ist Männiklichcn, daß vvn nudcuklich Jahr die Pfrund Eschen vvn srommen Lüt von Herrn zu Schcllcuberg kommt". Im uralten, von Päpsten, Kaisern und Königen so vst konsirmicrten sogenannten „güldenem Buch" des Psäfcrser Klostcrarchivs sei unter den Kirchen, deren sn8 patrvnatus immer vom Gotteshans in alliveg administriert wvrden, auch die S. Martinskirche nnd Pfarrei in Eschen. Die freie Jurisdiktion über diese dem Kloster inkorporierte Psarrei beziehe sich von jeher, wie das auch iu der Lulls Liob.ig.ns, vvm Jahr 1707 festgestellt sei, sowohl auf Regulär- als auch auf Sciku- larpricster bezüglich der Anstellung nnd Entsetzung, vhne daß eiue Vvrstellung iu Vaduz crsvrdert werde. DaS Urbarium diuge einzig uud allein die Notisikatiou des nenernnnntcn 'Psarr Vicarii zu Escheu auS. So sei auch das Kloster vou deu Vorfcchreu der Fürsten Liechtenstein ausdrücklich im Jahr 1591 und 1687 vhne Restriktion als rechtmäßiger Kollator angesehen worden und nichts anderes als die Notifikation prätendiert worden. Zwar habe im Jahr 1722 das Aaduzische Oberamt beim Tode dcS Psarrers Uttiger in Eschen sich der Obsignation nnd Inventur angemaßt,
        

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