Aus dieser Zusauuucustelluug geht hervor, daß für die Graf- schaft uuter der Lauquart vorzugsweise der Name Churwalchen gebraucht ivird. Für die Grafschaft vb der Lauquart, daS svg. Oberrätien, ivird dieser Name uie gebraucht. Obcrrätieu, iu ivclcheiu die Bischvfstadt Chur liegt, hieß einfach: iu der Grafschaft NätieuS. Mit diesem Nameu, ivie mit dein Nameu 
Churgau (pÄ^u8 (^uri- snsis) ivurde aber auch ganz Churrätien d. h. daS ganze alte Bistum Chur bezeichnet. Die Berkleinernngsform vvn Chnrgau (pÄAölln» LZnriönsis) bezeichnete die nächste Umgebung vvu Chur. Rätieu ivar iinmer eiue Grafschaft. Bis 805 ivarcn die Bischöfe vvn Chur auch die Grafeu vvu Churrätien. Vvn dn an stand es uuter weltlichen Grasen. Als svlche werden genannt: Hunfrid 806—823, Roderich (der 
Kirchenränbcr), 7 831, Albert, Sohn des Hunfrid, f846, Rudolf, Sohn des 
Albert, 7 890. Graf Burchard ivurde 917 Herzvg vvu Alemauuieu vder Schwaben. Aber die Grafschaft Rätien gehörte nicht zum Herzvgtum, obwohl der Herzog von Schwaben zugleich auch Gras vou Rätien war; die Verwaltung war getrennt. Churrätien ivnrde nnn in zwei Teile geteilt: in Oberrätien, südlich vvn der Lanquart, und Unterrätien, nördlich vvn der Land- quart. Dieses Gebiet unter der Lanqnart war in zwei Mini- sterien oder Zentgrasschaften geteilt, nämlich in die „Im Boden" (in pl^ni«) und iu die des sog. 
Drusustales (VcUIi8 Drusimur). Die erstere umfaßte Liechtenstein, Sarganserland und Maienscld bis au die Lauquart hinauf; letztere lag in Vorarlberg und um- faßte Mvutavou, Klostertal, inneren nnd vorderen Walgau bis Götzis. Mit dieser politischeu Einteilung stimmt anch die kirchliche genau übereiu, indem jede dieser Zentgrasschaften ein Dekanat bildete. Der Titel der Zentgrafen war: Schultheiß oder Minister. In Oberrätien walteten die Grafen vou Bregenz-Buchhvrn. Vvn diesen ist 1020—1050 Graf Otto genannt. Ihm folgte sein gleich- namiger Sohn -s 1089, der Letzte seiner Linie. Diese waren anch Grafen im Linzgau. In Uuterrätieu erscheinen als Grasen: 949 Ulrich. Er war ein Graf von Bregenz uud Vater des hl. Gebhard, der als Bischof vvu Konstanz 996 starb. Auf dem Gebhardsberg stehen noch Ruinen der alten Grascnbnrg. Der 1032 genannte Graf Mar- qnnrd und der 1040—1067 erwähnte Graf Eberhard, ebenfalls
        

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