Die Pächter hatten auch das Nutzungsrecht der Alpe», Weiden nnd Wälder, die znin Hofe gehörten. Die Inhaber solcher Bauern- güter hatten,ihren Grundherrcn gegenüber eine rechtliche und ver- tragsmäßige Stellung. Aus ihueu konnte sich ein tüchtiger Bauern- stand entwickeln. Was der 
Grundherr selbst bewirtschaftete, tat er durch seine Ehehaften d. h. durch Dienstboten, die immer am Hofe blieben nnd dienten, seltener durch Leibeigene, die überhaupt nach und nach verschwanden. Die Edlen legten in ihren Höfen an zur Verteidigung gün- stigen Stellen Bnrgcn an, vvn welchen sie sich später nannten. Viel Boden um die Burg herum uud überhaupt was an nutz- baren Rechten zum Hofe gehörte, wurde auf die Burg übertragen, das andere zu Lehen gegeben. Der Grundherr hatte die Gerichts- barkeit über die Leute, die auf seinem Grund uud Bodeu saßen. Daher waren oft die Leute des gleichen Dorfes von verschiedenen Herrschaften regiert und hatten oft ganz verschiedene Rechte nnd Pflichten gegeu dieselben. Diejenigen, welche für die Leheugüter ihren: Grundherrn Hilfe im Kriege und andere derartige Dienste leisten mußten, nannte man Dienstmannen oder Vasallen. Als solcher größerer Vasall (Lehcnmann) erscheint vor 100» Jahren zn Balzcrs jener Paldnin, Peter Kaiser glaubt, daß da- mals die Burg Gutenberg schon gestanden habe und daß dieser Palduiu sie bewohnt habe. In Schaan waren nnr kleinere Dicnst- mcmnen im Besitze königlicher Hofstätten, weit der große Güter- komplex des Herrcnhofcs vom Grundherrn, dem 
König selbst, ver- waltet wurde. Die vielen Kirchen, an denen ebenso viele Geistliche ange- stellt waren, beweisen, daß die kirchlichen Verhältnisse schon dainls gut geordnet waren. Am Eschnerberg hatte der König gar keine Besitzungen. In dem Urbar wird anßer Eschen, dessen Kirche dem Kloster Pfäfers gehörte, kein Dorf des Unterlandes erwähnt. Die Kirche von Bendern mit Zugehör war durch den Grafen Hnmsrid an das Kloster Schaums gekommen; Ruggcll, eine uralte Ortschaft, scheint durch den Rhein verwüstet worden zu sein; Schelleuberg bestand noch nicht. Überhaupt war der Eschuerberg durch deu See und den Rhein vom Verkehr ziemlich abgeschnitten; er lag nicht, wie Balzers und Schaan an der Heeresstraße, die von Chnr nach
        

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