— 114 Urkunden, die sich aus nnser RechtSgebiet beziehen, begegnen wir hänsig solchen Heiratsabreden über die Aussteuer (Heimstener), die Morgengabe, die Widerlage n. a. Diese Güterrechtsverträge kommen bei uns sast ausschließlich bei Ehen des niedern Adels .(Dienstmannen) vor. ES n»iß aber die Errichtung von Güter- rechtsverträgen mich in der bäuerlichen Bevölkerung üblich ge- wesen sein, war ja doch bis weit in? 19, Jahrhundert hinein bei nns nnd besonders in der ehemals reichSnnmittelbaren Frei- herrschast Schellenberg die Errichtung solcher Verträge stark im Schwnnge. Mangels genügender NechtSquclleu müssen wir unS näherer AnSführnngen hierüber enthalten, — Wir behandeln hier nur da? gesetzliche Ehegüterrecht, 1. Das gesetzliche Giiterrecht unter Ehegatten. Während da? Erbrecht de? L. Br. dnrchweg? sich nn das gemeine Recht anlehnt, stützt sich da? eheliche Gütcrrecht ans dentschrechtliche Gewohnheiten; nur ergäuzcud soll uach deu ^Verfassern das erstere Recht eingreisen. Die EigentnmSverhältnisse während der Ehe, Was ein Ehegatte an Vermögen in die Ehe bringt, wird .„Eingebrachte?" genannt. Der L. Br, unterscheidet, wie über- hanpt da? dentsche Recht, zwischen liegendem Gnt nnd Fahrn!?, Was nach unserem altcu Rechte uud der Rcchtspraxis al? liegende? Gnr anzusehen war, ist nirgend? erklärt. Wahrscheinlich gehörten dazu die aus einer Liegenschaft haftenden und versicherten Gülten, -eine unserem heutigen RechtSleben unbekannte, dein srüheren Rechte aber sehr geläufige Art versicherter Forderuugcu. Al? FahrniS wnrden z. V. nach einem Gutachten des LandamniannS und Gerichts vom Eschnerberg noch im Jahre 1784 nach altem Landsbrauch hölzerne Hänser ohne zugehörigen Haushalt bei Zug, Heirat nnd Teilung betrachtet uud gehalten.. Die eingebrachten Liegcnschasten nnd die ihnen rechtlich gleichgestellten Gegenstände blieben Eigentum des Ehegatten, der sie zum ehelichen Vermögen zugebracht hatte. Die eingebrachten Fahrschaften eines Ehegatten fielen wohl schvn mit der Einbringung ins Gesamteigentum der Ehegatten, so z. B. das eingebrachte 'Vieh. In? Gesamteigeutnm der Ehegatten siel auch die „Er- rungenschaft".- Der Landsbranch versteht darunter alle?, was
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.