- 103 - „O Kathariue!" rief er; Es ivar sein letztes Wvrt, — WaS eilst du, Katharine, Mit Wangen roscnrvt, Mit liebetrunkner Miene ? Dein Bräutigam ist tot! — Der Kathariueubromleu, Der fließt noch frisch und rein; Vom Alter grau umspvuuen Steht nähe dort ein Stein: DeS Fürsten Zeichen künden Wo seine Macht hört auf; Zur Seite gegen Bünden Steht „Alt fry Nhätien" drans. I n ^ r i e s e n^) l. Der Untergniuz von Trisono. Das Dorf Triefen >var einst eine schöne Stadt und hieß Trisvna, Die Beivvhuer derselbe» lcbtcu aber 
gottlos, so daß große Strafe 
über sie hereinbrach. Es flog ein Engel mit seu- rigem Schiverte iu der Haud über die Stadt uud rief: „Wer dem Untergänge entgehen will, fliehe gen Sant Amerta!" Diesem Ruse folgte nur eiu einziges Weib. Sie hatte zwei Kinder, und diesen 
gab sie gedörrte Obstschnitze zum Naschen und Spielen. Dann 
lief sie uach Sant Amerta in das Kirchlcin nnd betete dort. Durch ein furchtbares Getöse aufgeschreckt, trat sie nnter die Türe des Kirchlcins uud sah zu ihrem Entsetzen das ganze Trisona durch eiue Rüfe überschüttet. 
Sie schlug jammernd die Hände über dem Kopfe zusammen und wußte nicht? anderes zu tuu, als wieder in da? Kirchlcin zu fliehen und zn beten. Als sie dann wicder heraustrat, war alles iu Trisoua untergegangen mit Ausnahme ihres Hauses, und 
als sie dahinkam, saßen die zwei Kiudcr in der Stube hiuter dem Tisch bei den Schnitzen. Z. Der Tenfelsstrin. Dort wo die Lcuveuastraße in die Weißfchildtvbelrüfe hinein- 1 Entnommen den Sagen Vorarlbergs von Dr. F. I, Vonbnn, 2 und 3 Mitgeteilt von Lehrer Meier i» Triefen.
        

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