— 101 — dazu bewegen, daß die Grenzlinie ,nm jene Strecke nvrdwärtS verlegt werde, um die der Eidgenosse den Liechtensteiner zn tragen vermöge. Ersterer nahm nnn unsern Landsmann ans den Rücken und trug ihn unter.Aufbietung der letzten Krüstc bis zur Stelle, wo eine starke Quelle aus dem Felsen hervor- bricht, welche St. Kathariuabruuneu genanut ivird. Diese Sage hat Alsons v. Flugi im Jahre 1843 iu deu BolkSsageu auS Graubünden unter dem Titel „Der.Grenzlaus" in folgende dichterische Form gefaßt: Vor Maienseld, dem Städtchen, Da steht da? Volk zn Haus', Die Buben und die Mädchen, Zu seh'u deu seltnen Laus. Der Läufer mitten inne, Wie stolzen Blicks er schaut Zu-r schöueu Kathariue, Zu seiner holden Braut. Es hatte Streit erhoben Der Fürst von Liechtenstein: Der Grenzstein sei verschoben; Die Bündner sagten: nein! Nun sollte es sich zeigen Wer Recht hat oder uicht, ' Wie viel dem Fürsten eigen — Bei Gott stand das Gericht: Von Balzers am gleichen Tage Beginnen sollt' der Lcmf, Beim zwölften Glockenschlage Den Lnziensteig hinauf; Uud wo die Läufer beide Sich träfen, an dem Ort Sollt' sein die Grcnzesscheidc Den Ländern fort nnd fort. — Und zwölf schlügts; gleich dem Pfeile Vom Bogen fortgeschnellt, . , Hinan in Windeseile Fliegt der von Maienfeld; Des Staubes dichte Wolke- ' -
        

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