— 92 — In Gottes höchster Dreieinigkeit! Oho! Nhüat's Gott! Oho! Erhalt's Gott! Oho! Und walt's Gott!, F-lnu-UeeU'.'") Am Eschnerberg wnrde einst viel Korn, Wein, Flachs nnd Hans gebant. Nach vollendeter Getreideernte gab der Bauer den Arbeitern eiu Festmahl, Im September wurde das Ge- treide gedroschen. Bei manchem Baner erforderte diese Arbeit für sechs Mann 2—3 Tage, Zum Schlüsse wurde die „Flegel- lede" geschlagen. Die Drescher 
begaben sich in? Freie nnd dro- schen eine Zeit laug auf eiuem Brette, Nachher wurden sie vom Bauer uoch reichlich bewirtet, Iu gegenwärtiger Zeit wäre es wüujcheuswert, weuu jeder Bauer zu dreschen hätte! Dus frühere Milchmrssen in den Aluen.^-) Zu Zeiten, als unsere Knhalpen noch nicht mit eutsprecheu- deu Stalluugcu versehen ivaren, wnrde, um eiueu Maßstab bei der Verteilung des MolkenS zn haben, im Sommer nur einmal, in späteren Iahren zwei- bis dreimal die Milch der Kühe ge- wogen. Das größte. Maß nnd Gewicht war der „Nütig" (au- geblich 11 Pfund).. Der Nülig war in „Lntiera", nnd diese in „Lössel" eingeteilt. Beim.ersten Messen haben in einzelnen Alpen die Knhbesitzee gemolken, bei den späteren Messen — „Wechsel- messen" genannt — wurden nur wenige besondere Melker be- stimmt. Das Vieh wurde vor dem Messen meist auf bestimmte Weiden getrieben, welche „Meßweiden" genannt wnrden,. Dieser Flurname 
hat sich z, B, in Alpen: Vadnzer Metbnn, Lawena nnd Gnpsal bis heute erhalten. Mit der Erstellung der neuen, geräumigen Stallnngcn begann man nn Stelle des alten, nnge- nügenden uud vst auch ungerechten Maßstabe? täglich, morgens nnd abends, die Milch zu wäge», Iu der Vaduzer Alp wurde Von Oberlehrer Batlincr in Eschen, °"*) Mitgeteilt von Altgemeindcrat Joses Scle in Tricsen, der mit anerkennenSweriem Fleiße über besondere Ereignisse nnd Begebenheiten in der Gemeinde Tricse» eine handschriftliche Sammlung angelegt hat und in dieser auch über daS frühere Mil.chmesscn in den Alpen berichtete.
        

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