- 90 - schaftSalpeu, Großsteg zählt 216, Kleiusteg 218 uud Saluiu 50^/2 Kuhrechteil oder Weiden. Früher ivnrde über den Besitz dieser Weiden kein schriftliches Verzeichnis geführt, dagegen be- standen Beigla, welche über daS EigentnmSrecht der Weiden- bcsitzer Ausschluß gaben. Eine Beigla ivar ein kantig geschnitz- tes Holzstück, etwa 10 bis 15 Em, laug, 4 bis «> Ciu, dick uud ebenso breit oder etwas breitete? ivaren also uicht alle Bcigla gleich groß. Aus der eiueu Breitseite war daS HauSzeicheu deS Eigentümers, ans der andern Seite waren so viele Striche — Ganze, Halbe, Viertel — als der betreffende Eigentümer Weiden, hatte, eingeschnitten. Die Beigla ivaren in der Sakristei in einer Lade, die nur mit drei Schlüsseln geössuet werden kannte, ansbewahrt. Der Pfarrer, der Richter nnd der Kirchenpfleger hatte» je einen Schlüssel in Verwahrnng, Trat eine. Änderung im Besitz von Weiden ei», sv wurde die Lade vom Pfarrer, Richter und Kir- chenpfleger im Beisei» der Weidenbesitzer, die Änderungen — etwa infolge von Kans oder Erb — begehrten, geöffnet, nnd es wurden dann die betreffenden Beigla abgeändert;^der Känfer vvn Weide» erhielt auf seiner Beigla svviel Striche mehr, als er Weiden kaufte, während der Verkäufer dieselbe Auzcchl weni- ger erhielt, indem seine frühere Weidenanzahl abgeschnitten nnd nnd seine Beigln neu geschuitteu wurde. Unter Umstünden, je nachdem es die Abäuderuugeu erforderten, wurden auch ganz ueue Beigla augefertigt uud alte dafür vernichtet. Alle? geschah im Beisein nnd unter Kontrolle der drei Schlüsselverivahrcr, welche uach geschehener Handlung die Lade wieder verschlossen,. Grhnlinng des Fenrrlir»»drs.") „Das Für drächa". In früheren Zeiten, als man die Zündhölzchen noch nicht kannte, aber mich später, als man noch die Einzelwirtschaft auf nnsern Alpen betrieb, wurde, um später bald Fener zn haben, dn? Feiler vom Abend ans den Morgen, nnd wieder vom Morgen nus deu Abeud „gedrächt". Bevor man am Morgen die Hütte verließ, hieß cS, man müsse noch das Feuer „drächa". Zu diesem Zwecke wurden die vorhandenen, feurigen Kohlcu zu einem kegelförmigen Häufchen zusammen Mitgeteilt von Oberlehrer Frömmelt in Tricscnbcrg,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.