— 8!. - Die Kirche weiht am Lichtmeßtage die Kerzen zum Gebranche heim Gottesdienste während des Jahres. Die Gläubigen bringen ihre Kerzen, 
um sie ebenfalls weihen zn lassen. Während des Gottesdienstes wurden in früheren Zeiten- an diesem Tage vvu allen Kirchcnbesuchern Kerzen gebrannt.. Am Lichtmeßabend oder einer der nächstfolgenden Abende versammelte sich die ganze Familie iu der Stube zum „Kerzel- breuueu". Vou einer dünnen Wachskerze wurden sovicie. gleich- tauge Stückchen abgeschnitten als Familienglieder waren. Die- Kerzcheu wurden ans einem Brettchen befestigt nnd dann ange- zündet. 'Die Familienglieder knieelen nun nieder nnd beteten Rosenkränze bis die Kerzchen abgebrannt waren. 
Zum Schlüsse giug die Hausmutter mit einein brennendeil Kerzchen in die Küche znm Herd nnd betete dort: Fünf Vater unser, Ave Maria und deu Glauben. Alt ist der Brauch am Agathatage Brot weihen zu lassen. Die hl. Agatha wurde vou altersher als Patronin des Feuers verehrt. Am Feste des hl. BiasinS siudet uoch heute die Halsseg- uuug mit geweihtem Kerzen statt. Bringt der Februar vorzeitig lane Lüste ins Land, >o daß sich deS Städters eiu trügerisches Frühliugsahneu bemächtigt, dann krant sich der Landmann hinterm Ohr, denn „Lichtmeß im Klee — bedeutet Ostern im Schnee uud weuu im Hornuug die Mücken schwärmen, heißt eS im März die Ohren wärmen/ daS sind jene Bauernregeln, auf die vou altersher stark gehalten, wurde nnd die sich auch oftmals als richtig bewährt haben. Dagegen „wenn es zu Lichtmeß stürmt nnd schneit, 
dann ist der Frühliug nimmer weit." Der Hornung brachte unsern Vorfahreil. — wie auch nus noch — aber auch eine lustige Zeit, deu Faschiugseude füllt fast immer iu den Monat und das siud jene Tage von denen e? im Sprichwort heißt: „ES hängt der Himmel voll Geigen". Das alte Fastnachtsest währte sechs Tage lind reichte vom Donnerstag vor Fastnacht bis zur Mitternacht vor Aschermitt- woch. Miimmcreien, Spiel nnd Tanz bildeten die Belustign«geu dieser Zeit. Diese Lustbarkeiten sind Neste eines alten Vor- srühlingSsesteS uud einer derberen Zeit, welcher es Bedürfnis
        

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