— 78 — da ist es min wieder daS Holz der Haselstaude, da? in diesem Amulette, soll auderS die Wirkung erzielt werden, nimmermehr fehlen darf. Nach ciucr Überlieferung gab vor uoch nicht hundert Jahren ein Bauer vou Escheu eine»? Appenzeller eine Kuh iu die Sommerung. Im Herbste brachte der Schweizer die ,siuh — aber er konnte den vereinbarten ZinS nicht zahlen. Darüber wurde der Bauer, an nnd sür sich ein zorniger Mann, ganz aufgebracht 
uud schlug den Pächter jämmerlich. Beim Abschiede sagte 
der so Mißhandelte: Warte nur, bis ich heim komme, das sollst du teuer büßen. Nach einigen Tagen lief der besagte Bmier weinend nnd jammernd im Hanse herum laut ausrufend: O weh! Die Streiche! Der Volksglaube meinte: Der Appenzeller habe den Baner mit einer Wünschelrute gezüchtigt. — Noch vor nicht so langer Zeit erzählte 
mau: Aus der Flucht »ach Egyptcu sei die Mutter GotteS mitten ans freiem Felde von einem großen Donnerwetter überrascht worden. Der Blitz, schlug au allen Ecken uud Eudeu eiu nnd es regnete in Strömen, In 
der Angst nnd Besorgnis nm daS Jesukiud nahm sie die Zuflucht unter eine Haselstaude. Hier blieb sie von dem toben- den Unwetter verschont. Seit dieser Zeit steht die Haselstaude unter dem besonderen Schutze der Mutter Gottes. Wer unter einer Haselstmide bei eiuem Gewitter Schutz sucht, der bleibt vom Blitze verschont. Erwähnt seien uoch einige Volksgebräuche zur Weihnacht?- , zeit, zu Neujahr uud am DreikönigStage, Einzelne davon sind abgeschafft, teilweise bestehen sie heute uoch. Auf die - Weihnachtszeit wurde eiu eigeues Gebäck 
herge- stellt: Das 
Biruenbrvt, später die Weihuachtswcckeu uud Ringe, Am Wcihnachtstage gingen die Kinder zu ihren Paten, um den „Birueuzeltcn" holen. > Am Nachheiligtagabeud wurden die Burschen von ihren Geliebten mit einein prächtig gezierten Birnenwecken beschenkt, - Sänger nnd Sängerinnen gingen mit dem Jesnkindlein in der Krippe in die Häuser uud sangen schöne Weihnachtslieder, bei welcher Gelegenheit sie reichlich beschenkt wurden. Zu Neujahr war das Neujahrmisingen Sitte. —
        

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