Was den Waldbesitz betrifft, ist die Gemeinde Mauren ziemlich schlecht weggekommen, -Wie Mauren gezwungen ivurde, deu schönsten Teil seiner Waldung an die Gemeinde Eschen, wozu früher auch Gampriu ^ gehörte, abzutreten/ darüber gibt eine im Gemeindearchiv von Mauren aufbewahrte Urkunde Auf- schluß (1822).- ' - / V Ein Teil der Gemeindewaldung ivurde an die'Besitzer der alten 111 Häuser als Bauwaldung ausgeteilt. Der Boden blieb Eigentum der Gemeinde, aber das Holz darauf ist Privat- eigentum. XV111, Über die Kandmirtschast. Der Ackerbau ivurde seit Jahrhunderten in Mauren eisrig betrieben. Türken und Kartoffeln kannte man allerdings vor der Entdeckung Amerikas nicht. Im Frühling würden so srüh als möglich Gerste und Hafer gesäet. Wenn diese Frucht einge- erntet war, ivurde das Feld wieder gedüngt und dann als zweite Frucht Spelt (Besen), Weizen oder 
Roggen gesät. Im folgen- den Jahre blieben diese Äcker brach liegen und wurden als Viehweide benützt. ES wurde sehr viel Hafer angebaut, da das Brot zumeist aus Hafer bereitet ivurde. Das Getreideinaß war das Mut, ungefähr ein halbes Malter oder 3^2 Viertel. Nebst dem Getreide bildeten die Hülsenfrüchte ein wichtiges Nahrungs- mittel, Der Obstbau ivurde früher sehr eifrig betrieben, weil das Dörrobst ein wichtiges Nahrungsmittel war, besonders zn Zeiten, da das Korn mißriet. Damals brauchte man das Brenn- holz nicht zu sparen. Der große Schnitztrog war daher ein unentbehrliches Möbel für jede Haushaltung. Doch ivurde auch Obstmost bereitet. Die Weinberge waren größtenteils im Besitze von Herr- schaften, bis sie im vorigen Jahrhundert an Private verkauft wurden. Der sog. „Herremvingart" ioar iin Besitze'des Landcs- herru, der „Preierwiugart" gehörte dem Klvster St. Johann in Feldkirch und die „Werthner Halde" dem Kloster St. Johann im Toggenburg. Im Besitze der Bürger waren die weniger günstigen Lagen. Diese waren -. Schilc, Thilehalde, Ziel, Löbler, Spitzebühler, Pitschc und Pfandbrunncn. Der ausgedehnte
        

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