— 16 — Gemeinde unter der Führung des energischen Psarrers Möhrle und des Richters Andreas Kieber uud des Säcketineisters Ma- thias Meier deu strittigen Sechstel der Baukosten vorläufig zu übernehmen. Dieser ivurde dann i. I. 1844 durch Fürst Alois II, der Gemeinde vergütet, . Die Gemeinde hatte alles zum Bau nötige Bau- und Ge- rüsthvlz herbeizuschaffen und auch alle Handlanger- und Zug- arbeiten unentgeltlich zu leisten. Weitaus die meisten Bürger übernahmen diese Frondienste willig; einige wurden wegen Reni- tenz in Vaduz eingesperrt. — Ein am Pfarrhvf gegen den Friedhof angebauter Schuppen diente als Notkirchc. Die vor der alten Kirche stehende Linde mußte weggeschasst werden. Bei der Fundmnenticrung von Chor und Sakristei mußte 8 Fuß tief gegraben werden, beim Turm dagegen stieß man schon bei 4 Fuß Tiefe auf stcinharten blauen Lehmgrund. Baumaterial lieferte der Steinbruch am „Guter". Nur in Anbetracht der von der Gemeinde zu leistenden vielen Fronarbeiten war Baumeister Jakob Öhri von Tists in der Lage dieseu Kirchenbau um den niedrigen Preis don 10,000 Gulden R. W. übernehmen zu können. Die neue Kirche war nun soweit fertig gestellt, daß sie vom Hochiv. Herrn Landesvikar Carigiet benediziert und dem Gebrauche übergeben werden konnte. In der alten Kirche fand kein eigentlicher Kirchcngesang statt; denn es war da keine Orgel, und die früheren Schullehrer von Mauren befaßten sich nicht mit Kirchenmusik. Auf eifriges Betreiben des Herrn Pfarrers G, M. Möhrle kam es dann doch dazu, daß im Jahre 1844 vom Orgelbauer Saki aus,. Grau- bünden, der um diese Zeit auch in Vaduz und Tricscn neue Orgelwerke erstellte, eine neue Orgel mit 10 Registern erbaut wurde. Von diesen Registern waren einige übermäßig stark schreiend, und ein Zungenregister (Posaune) mußte vor dem Ge- brauche fast-jedesinal frisch gestimmt werden. Der erste Orga- nist war der Lehrer I. Bapt. Beck. Sanfte Register, die sich zur Begleitung des Gesanges eigneten, waren nur zwei vvrhau- den. Darum, ivurde auf Betreiben des Organisten mit einem Legate der Agatha Kaiser, welche auch für ein neues Pluviale
        

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