— 117 — Schmalz in Hülle und Fülle, Es daueele uicht lauge, so kam zu dein Manne ein Nachbarsweib, die ihn um etwas Rahm anbettelte; sie habe sich vorhin beide Hände verbrannt nnd sie möchte mit dein Rahm den Brand löschen. Der Mann aber nicht fanl, jagte sie zur Türe hinans, denn er hielt die Nach- barin für eine Hexe, In Eschen,*) l . 
Dir Grldsncher nuf Midigen. Auf Güdigeu wollteu eiumal 7 Männer von Mauren und Eschen — einer war 
von TisiS — durch ein gewisses Gebet uud allerhand abergläubische, Zeremonien Geld voni Teufel erlangen. So sollten sie drei Tage nnd drei Nächte nicht reden, nicht schlafen, nicht essen noch trinken. Als sie ihren Hocknspoctus getrieben hatten, kam richtig der Tensel mit einem Sack voll Geld über einen Banm herunter, stellte den Sack an einen Baum uud erklärte, der Siebeute müsse mit ihm. Als er anfing abzuzählen, sprangen alle durcheinander, denn keiner wollte der Siebente sein. Nun machte der Teufel, daß sich keiner mehr vvn der Stelle bewegeu konnte, bis auf einen, dem seine Stiefmutter ohne sei» Wissen etwas Geweihtes in den Kittel genäht hatte. Die- ser holte zuerst den Pfarrer von Mauren; dieser ging aber mit bis auf die Greuze; da aber die ganze Begebenheit sich auf Eschuer Gebiet abspielte, giug der Pfarrer vou Maurcu wieder zurück. Nun holte der Betreffende den Psarrer von Eschen, Der Teufel warf diesem vor, er habe als Student für zwei Krenzer Brot gestohlen, „Das habe ich gut gemacht," erwiderte der Pfarrer uud er befreite dic Gebannten. Z. Die „goldene Koor>". Hclbert berichtet in seiner Chronik: -„Anno 178ö, den 26. Hvrunng ist hie zu Eschen eine Diebin hingerichtet worden; auf Güdiugeu ist ihr der Kopf ins Feld gehaueu worden. Diese Person ist zn Müßnen gefangen worden. Nachdem sie 9 Mo- nat im Gefängnis auf Rofenberg war, wnrde ihr das Urteil gefällt; der Landammcmn bricht den Stab, Dabei befinden sich an *) r Mitgeteilt von Lehrer Fr, Xaver Gaßncr in Vadnz, s Mitgeteilt von Sckundarlchrcr Banzer in Eschen,
        

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