— 87 — 4. Rudolf Gebhart Schädler, Neupriester in Vaduz und 5. Josef Kindle von Triefen, Pfarrprovisor in Mauren. Am 3. August 1834 ernannte die Stadtvertretung den Georg Martin Möhrle zum Pfarrer von Mauren und übernahm für ihn, als einen Bürger der Stadt, die Verpflichtung, für seinen standes- gemäßen Lebensunterhalt für alle Fälle zu sorgen. Dafür mußte der Gewählte 4000 fl sicherstellen. Dieselbe Verpflichtung übernahm die Stadt auch betreffs der beiden nächsten Nachfolger des Pfarrers Möhrle, nämlich den Herren Hagg und Neyer. 1834-1855 Georg Martin Möhrle. Unter ihm wurde die neue Pfarrkirche erbaut, wobei er sich große Verdienste erwarb. Er führte auch eine stramme Kirchenordnung ein. Im Umgange war er sehr liebenswürdig; er konnte aber gegen Trotz und Ungehorsam auch sehr scharfe Saiten aufziehen. Von seinem ersparten Ver- mögen wendete er der Gemeinde 6000 fl zu zur Errichtung einer Kaplanei uud einer Armenanstalt. In.Feldkirch stiftete er ein Stipendium und bedachte mehrere wohltätige Anstalten mit Legaten. Er ver- ließ Mauren im Jahre 1855 und wurde Benefiziat in Feldkirch. Später (1858) kehrte er wieder nach Manren zurück, zuerst als Pfarrprovisor, dann als erster Kaplan. Er starb daselbst im Jahre 1875. 1855—1859 Josef Hagg von Feldkirch, vorher Frühmesser in Gaschurn. Er trat in den Jesuitenorden ein. 1859-1884 Joh. Jos. Neyer aus Tisis. Er war früher Früh- messer in Frastanz und 1837—1859 Pfarrer in Dalaas gewesen. Als er in Mauren einzog, war die Kirche noch ohne Glocken und Dekoration. Zu der im Jahre 1864 erfolgten Dekoration sammelte er Gaben in Feldkirch. Pfarrer Neyer war in seinen jüngeren Jahren eine schöne Erscheinung und von soldatischer Haltung. Mit dem Alter stellten sich aber die Gebrechen ein. Wegen Gedächtnisschwäche konnte er schließlich keine kirchlichen Funktionen mehr vor- nehmen und mußte einen Vikar halten. Vikare waren Dr. Franz Jos. Kind von Gamprin (früher Professor in Schwyz, später Pros, in Chur, Pfarrer von Balzers und Domherr in Chur) und I. B- Büchel von Balzers (früher Professor in Schwyz, später Hofkaplan in Vaduz, Pfarrer iu Triefen, Domherr, Landesvikar und Schulkommissär). In seinem Testamente bedachte Pfarrer Neyer besonders die Maurer Armenanstalt, deren Wohltäter er schon bei Lebzeiten gewesen ist. Er resignierte 1384 u. starb 1885 im Pfarrhof zu Mauren.
        

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