- 80 — hat. Der Pfarrhof ist sehr geräumig und hat ziemlich viele Zimmer. Man sieht es ihm an, daß ein Kloster ihn erbaut hat, wohl auch unter Umständen als ein möglicher Zufluchtsort. Im Jahre 1802 wurde von der bayerischen Regierung das Kloster Ottobeuren aufgehoben und dessen Vermögen eingezogen. Diese Regierung setzte sich dann auch in den Besitz des Priorates. Sie ließ in Mauren die zur Pfarrpfründe gehörige sogenannte Herrenbündt um 700 fl verkaufen und steckte das Geld ein. Diese Bündt wäre jetzt 6000 Kronen wert. Aus der Johanniskirche und dem Kloster sollen die Bayern drei Wagen voll kostbarer Geräte weggeführt und die Glocken nach der Schweiz verkauft haben. Die schöne Monstranz in Mauren habe mir der Meßner gerettet, indem er sie versteckte. Im Jahre 1815 kam das Priorat von St.- Johann an das österreichische Ärar und wurde dem Tiroler Religionsfond zugewiesen. III. ?farm. 130S. Sept. 22. Mauren war schon im 13. Jahrhundert, wenn nicht schon früher, eine Pfarrei. Denn am 22. Sept. 1305 waren der Pfarrer und Pfarrhelfer von Mauren im Kloster Pfüfers anwesend und waren Zeugen, als Ritter Swigger v. Schellenberg dem genannten Kloster einen Hof im Oberdorf von Mauren vermachte.') Die Namen der beiden Geistlichen sind nicht angegeben. Damals waren die Herren von Schellenberg (von Alt-Schellenberg) im Besitze des Patronatsrechtes der Pfarrpfründe. Denn am 20. Dez. 1318 verkaufte der Ritter Heinrich v. Schellenberg dieses Patronatrecht, das schon sein Vater inne gehabt hatte, dem Altammann Rudolf zu Feldkirch um 40 Mark Silbers. Bürge dieses Verkaufes war Ritter Ulrich v. Sax?) Weil das Patronat erst unter dem Vater des Ritters Heinrich an die Linie Alt-Schellenberg gekommen ist, scheint dasselbe vor- her zu Neu-Schellenberg gehört zu haben, welche Burg samt Zu- behör auch erst unter Heinrich II. von den Ramungen gekauft worden ist. Erben des Altammann Rudolf waren Göswin Büsinger und Burkart Amaun, Bürger zu Feldkirch. Diese verkauften am 18. Mürz 1382 das Patronatsrecht der Maurer Pfarrpfründe an das Johanniter-Ordenshaus zu Feldkirch, dessen Vorgesetzter der Ordenskomthur Graf Hartmann v. Werdenberg-Sargans zu Vaduz, der spätere Bischof war. Der Kaufpreis war 550 Goldgulden. Siecht, hist. Jahrb. I Schellenberg. Regesten. )̂ Jahrb. 1907,, Er- gänzung znr Geschichte der Herren v. Schellenberg.
        

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