— 135 — Private und Vereine haben in anderen Staaten in diesem Sinne schon vieles zustande gebracht; aber die meisten europäischen Staaten haben auch durch Gesetze nachgeholfen. Das möge nun auch bei uns geschehen. Mithelfen sollen dann Lehrer, Geistliche, Beamte, Gemeindebehörden, sodann der landwirtschaftliche Verein, der Verein für Fremdenverkehr und vor allem anch nnser histor- Verein. Eine Aufgabe fällt dem letzteren Verein besonders zu: die Sammlung von Altertümern in einem Museum, die Samm- lung von Sagen, der alten Gebräuche, Sprüche und Lieder. Ein Anfang für die Sammlung letzterer Art ist Heuer bereits durch die Herren Lehrer gemacht worden. Mögen diese meine flüchtigen Notizen nun eine recht aus- giebige Diskussion veranlassen!" Der mit großem Beifall aufgenommene Vortrag löste eine längere Besprechung aus, au welcher sich eine Reihe von Vereins- mitgliedern beteiligte. Die von dem Vortragenden gekennzeichneten erstrebenswerten Ziele des Heimatschutzes wurden allseitig aner- kannt. Was namentlich die Erstellung von Neubauten betrifft, so wurde gewünscht, daß in erster Linie Landes- und Gemeinde- bauten, die Erstellung von Kirchen n. s. w. einer strengen archi- tektonischen Kontrolle unterzogen würden. Ferner wurde der praktische Vorschlag gemacht, die Erstellung passender Familien- Häuser zn beeinflußen durch Schaffung einer Zentrale zur Er- langung nnd Sammlung von Entwürfen für einfache Häuser sowie von Modellen dazu. Auch sollten derartige Pläne mög- lichst kostenlos verabfolgt und auch die Korrektur von Plänen besorgt werden. Ebenso könnte durch Aufstellung passender, im volkstümlichen Stil gemachter Möbel und anderer Hauseiu- richtungsgegenstände manche Anregung gegeben werden, welche zugleich zur Hebung des bodenständigen, heimatlichen Gewerbes beitragen würde. Allgemein wnrde gewünscht, daß den Bestre- bungen des historischen Vereins für einen wirksamen Heimatschutz nachgeholfen werde durch gesetzliche Regelungen, wie solche in unseren Nachbarstaaten in neuerer Zeit bereits schou zustande gekommen sind. Herr Landesverweser Freiherr von Jmhof, welcher als Vereinsvorstandsmitglied der Versammlung beiwohnte, erklärte, daß er diesen Bestrebungen sehr sympathisch gegenüberstehe und sich bereits schon mit der Schaffung gesetzlicher Maßnahmen be-
        

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