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wert sind, daß man sie erhalt, wie 
sie sind. Abgesehen von alten Kapellen (alte Kirchen haben wir keine mehr), gibt es noch solche Privathäuser. Ju Triesen waren noch vor wenigen Jahren mehrere solche vorhanden. Ju der letzten Zeit sind aber einige davon abgebrannt nnd eines ist angeschindelt worden. Wie man hörte, sollte in Balzers das sogen. Kaufhaus auch zum Teil abgebrochen werden. Ich wünschte, daß die mächtigen, massiven Kreuzgewölbe, auf deuen der Bau ruht, intakt erhalten blieben, dagegen das Gebäude im alten Stil restauriert würde. Ich bin überzeugt,. es könnte eine Zierde des Dorfes werden- Wie vorteilhaft ist das Kaplaneihaus iu Schaan restauriert worden, indem der Verputz entfernt worden ist. Glücklicherweise ist der alte Schaaner Kirchturm, ein Bandenkmol aus dem 12. Jahr- hundert, dem ihm drohenden Schicksale des Abbruches entgangen. Es wäre also in dieser Hinsicht zn wünschen: 1. Daß für Neubauten den Leuten durch passende Pläne und Zeichnungen an die Hand gegangen würde, damit sie um die gleichen Kosten zn schönen, heimeligen Wohnungen kommen, ebenso 2. bei Restaurierungen, damit nicht durch Unkenntnis Wert- volles verdorben wird; daß 3. ein Gesetz geschaffen wird, wodurch der Negierung zum Eingreifen iu solche» Dingeu eine Handhabe geboten wird- Der Heimatschntz soll auch uoch erhalte«, was au Kuust- gegenständen noch vorhanden ist, besonders in Kirchen uud Ka- pellen, aber auch im Privatbesitz. Leider ist schon sehr vieles davon ins Ausland gewandert. Was aber noch da ist, sollte in ein Musenm gesammelt werden können. In dieser Hinsicht wünschte ich also, daß: 1. ein. Gesetz geschaffen wird, das die Veräußerung von Kunst- gegenständen und Altertümern ins Ansland verbietet, uud 2. zur Aufbewahrung von solchen Gegenständen im Lande ein Museum eingerichtet werde. Für Aufstellung von kirchlichen Gegenständen ließe sich vielleicht die jetzt leerstehende alte Pfarrkirche von Balzers ver- wenden. Ferner fallen nnter den Schutz der Heimat auch jene alten
        

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