— 124 — Cherismonde mannigfache gefährliche Abenteuer besteht, bis ihm schließlich die Tötung eines gefürchteteu Drachen Zugang zum verzauberte» Schlosse einer Königstochter und dereu Hand ver- schafft; mit dieser gründet er die Dynastie der Liechtensteins. Das wird mit großem Aufwand an farbenprächtigen Darstellungen im wohlgetroffenen, anheimelnden Märchentum erzählt. Dem eigent- lichen Märchen vorangestellt sind drei Abschnitte über das Leben nnd Wirken des regierenden Fürsten, über das Fürstentum Liech- tenstein, welcher Artikel verschiedene Unrichtigkeiten enthält, wie auch der kurze Abriß der Geschichte des fürstlichen Hauses nicht in allen Punkten einwandfrei ist, schließlich eine Sage vom Liech- tenstein — eine zweite Version über die sagenhafte Herkunft des liechtensteinischen Fürstengeschlechtes. Dnb Folir: Beitrüge zur Genealogie und Geschichte der steirischen Liechtensteins. XV. Veröffentlichung der historischen LandeS- Kommission für Steiermark. Graz. Selbstverlag der historischen Landeskommission. 64 S. mit zwei Stammtafeln. Die bisherigen Veröffentlichungen über die 1619 im Mannes- stamme und 1665 auch in weiblicher Linie erloschenen steirischen Liechtensteine, das Haus Liechtenstein-Murau, zum Unterschiede von dem heute noch fortblühenden Fürstenhause Liechtenstein-Nikolsburg, beschränkten sich auf die „Geschichte des fürstlichen Hauses Liech- tenstein" von Jakob v. Falke. 3 Bände (1868-1882), deren erster die Geschichte der steirischen Liechtensteine behandelt, und auf die Publikationen von v, Beckh-Widmannstetter über das Grabmal des Minnesängers Ulrich von Liechtenstein auf der Fraueuburg (1871) und desselben Verfassers Studien an den Grabstätten alter Geschlechter der Steiermark und Kärntens. Bei Neueinrichtung des Murauer-Herrschaftsarchivs durch den Verfasser der vorliegenden Publikationen fanden sich zahlreiche neue Datei? über die Liechten- steiu-Murau, welche znr Abfassung dieser Abhandlung anregten, welche die angeführten Werke über das steirische Haus der Liech- tensteine in Bezug auf genealogische Fragen, Besitzverhältnisse, öffentliche Wirksamkeit der Liechtensteine in vielfacher Hinsicht be- richtigen und ergänzen. Die umstrittene Frage einer Stam- mesgemeinschaft zwischen Liechtenstein-Nikolsburg und Liechtenstein- Murau, wie sie die Tradition des Fürstenhauses und die ältere Genealogie annimmt, die aber bereits v. Falke offen läßt und die jüngere Geschichtsforschung verneint, beantwortet Zub gleichfalls in verueiuendem Sinne, da sich hiefür keine urkundlichen Belege
        

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