— 121 — die neueste Zeit. Das Werk ist demnach ganz Original uud wird gewiß von allen schweizerischen, deutschen nnd österreichischen Historikern sehr gut aufgenommen werden. Dabei ist die Darstellung so ein- fach und klar, daß es jedermann, der nur einigermaßen gebildet ist, leicht verstehen kau». Manche Partien fesseln eigentlich den Leser"., , Auch für das Fürstentum Liechtenstein bildet das ge- nannte Werk ein Stück Landes geschichte. Wir begegnen in demselben den mannigfachen Beziehungen zwischen der Kurie und der frühern Herrschaft Schellenberg und der Grafschaft Vaduz iu Kriegs- uud Friedenszeiten; besonders treten in den Vordergrund Konvent uud Pfarrei Bendern, die Pfarreien Triefen, Schaan, Balzers und Esche». Des weitern ist Erwähnung getan der öftern Verhandlungen mit dem regierenden Fürsteuhause Liechtenstein. Die zwei Bände sind geschmückt mit 141 Textillustrationen nnd 24 Knnstbeilagen, welche ebenso wertvoll sind in 
archäologi- scher wie kuustgeschichtlicher Hinsicht. Der im Jahre 1912 verstorbene Verfasser war Bürger von Balzers, Mitglied unseres historischen Vereines und Mitarbeiter an dessen Jahrbuche. (Siehe 4. u. 8. Band.) — St. Luzi bei Chur. Geschichte der Kirche, des Klosters uud des Seminars. Zweite umgearbeitete und vermehrte Auflage. Fest- schrift für die Zeutenarfeier des Seminars. Einsiedeln, Drnck von Eberle und Rickenbach. 1907. Das ehemalige Kloster uud jetzige Priestelseminar St. Lnzi ist einer der historisch merkwürdigsten Punkte des Bistums Chur. Einst die Grabstätte des Landesapostels, die älteste Kirche und ursprüngliche Kathedrale von Chur und seit mehr als 100 Jahren die Bildungsstätte der Geistlichkeit des Bistums, hat dieser Ort im Laufe der Zeit die verschiedensten Schicksale erlebt. Die mit mehreren Abbildungen versehene 162 Seiten umfassende Schrift ist für uns Liechtensteiner um so lesenswerter, als in derselben sich interessante Daten bezüglich der Verbindungen zwischen dem Seminar, dem Fürstenhaus? und dem Fürstentums finde». So gewährte Bendern zur Zeit der Reformation dem Kon- vent nicht nur ein fast hundertjähriges Asyl, sondern blieb auch späterhin beinahe die einzige Einnahmsquelle von St. Lnzi.
        

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