— 116 — Der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien, dem her- vorragendsten wissenschaftlichen Institute in Österreich, deren Ehrenmitglied S. Durchlaucht ist, ermöglichte der Fürst die Durch- forschung Kleinasiens und die literarische Verwertung der erzielten Resultate, der prähistorischen Kommission der genannten Akademie die Durchforschung mehrerer auf seinen Gütern in Mähren ge- legenen Höhlen; zahlreich sind die wissenschaftlichen Publikationen^ deren Herausgabe die Freigebigkeit Sr. Durchlaucht ermöglichte, wie er auch Kuustforschern mit größter Bereitwilligkeit seine kost- baren Sammlungen von Handzeichnnngen, Kupferstichen, Holz- schnitten zur Verfügung stellt. Höß gedenkt schließlich auch der großen und verdienstvollen Rolle, welche der Bruder des Fürsten, Prinz Franz von Liechtenstein, als Mücen der historischen Wissen- schaft in Österreich einnimmt. Das ist in großen und flüchtigen Zügen gezeichnet in diesem interessanten Buche. Nebensächliche Unrichtigkeiten über historische Angaben in der Geschichte des fürstlichen Hauses und über das Fürstentum Liechtenstein, wie sie uns bei der Lektüre des Werkes uuterkameu, verbessert sich der Leser selbst. Der Herr Verfasser verdient volle Anerkennung für sein mit großer Liebe und feinem Kunstsinn geschriebene Buch, für die Gründlichkeit, mit welcher die Beziehungen des Fürsten zur Kunst bis ins Detail behandelt sind, für den großen Fleiß und die Gewissenhaftigkeit, die er auf das Studium der einschlägigen Literatur verwendete. Das in eleganter, leicht verständlicher Sprache geschriebene Buch wird auch Nicht-Fachleuten willkommen sein und wir wünschen ihm die verdiente Verbreitung. In der Mnnr v. Karl: Die Rezeption des österreichischen all- gemeinen bürgerlichen Gesetzbuches in Liechtenstein. Als 1812 in Österreich das allgemeine bürgerliche Gesetzbuch zu Stande gekommen war, wurde dasselbe mittelst Patent vom 18. Februar 1812 von Fürst Johann I. für das Gebiet des Für- stentums Liechtenstein rezipiert, nachdem die Lcmdammannsverfas- sung sich gänzlich überlebt hatte und ein Hindernis für jeden ge- deihlichen Fortschritt geworden war. Karl v. In der Manr hat die Rezeption des allgem. bürgl. Gesetzbuches in Liechtenstein anläß- lich der Jahrhunderfeier des A. B. G. B. zum Gegenstand einer eingehenden Studie gemacht, worin er nach Darlegung der durch die Landammannsverfassung unhaltbar gewordenen Verhältnisse die Rezeption des bürgerlichen Gesetzbuches und deren überaus
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.