— 115 - Galerie geworden; das Kunsthistorische Hofmuseum verdankt ihm Wertvolle Schenkungen; die Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens ernannte den Fürsten, in dem sie einen ihrer tatkräftigsten Förderer verehrt, zu ihrem Ehrenmitglieds. Wer die überragende Bedeutung des k. k. österreichischen Museums sür Kunst und Indu- strie für die Entwicklung des heimischen Kunstgewerbes kennt, wird das ungewöhnliche Interesse des Fürsten für diese Institution zu Würdigen verstehen, deren Aufschwung nach dem Urteile Höß's ohne den Einfluß des Fürsten undenkbar wäre. Unter 
den von Sr. Durchlaucht reichlichst bedachten Museen heben wir außerdem hervor das Franzens-Museum in Brünn, das Erzherzog Rainer- Museum für Kunst und Gewerbe (Mährisches Gewerbemuseum) iu Brünn, die Gesellschaft der Kunstfreunde in Olmütz, das Kaiser Franz Josef-Museum für Kunst und Gewerbe in Troppau, das Kunstgewerbliche Museum der Handels- und Gewerbekammer in Prag und zahlreiche andere. Dieses Kapitel ist ein trefflicher Beleg zu jenen Worten, mit denen der verewigte Kabinettsrat v. In der Maur in seiner Studie „Johann II. 
Fürst von Liech- tenstein" im 8. Jahrbuche unseres Vereins die Freigebigkeit des Fürsten würdigt, die selbst jene in Erstaunen setzt, welche die Tätigkeit des Fürsten auf dem Gebiete der bildenden Künste be- obachten konnten und wie neben dieser Tätigkeit die großartigen Stiftungen moderner Amerikaner einseitig und einförmig erscheinen, weil sie sich nach einer gewissen Schablone wiederholen, während jene des Fürsten außerordentlich mannigfaltig uud den jeweiligen Verhältnissen immer ganz besonders angepaßt sind. Höß bespricht des weiteren die Fürst Liechtensteinischen Pa- läste, Schlösser und Burgen, an erster Stelle die auf Veranlas- sung des Fürsten in seinem Fürstentum entstandenen Profanbauteu uud Weganlagen, das fürstliche Majoratspalais und den Palast in der Roßau in Wien, die Schlösser Greifenstein, Liechtenstein, Wartenstein, Seebenstein und Feldsberg in Nieder-Österreich, die fürstlichen Gebüulichkeiten in Mähren, wobei besonders Schloß Eisgrub eine eingehende Schilderung findet, jene in Schlesien und Salzburg. Der vierte Abschnitt des Buches befaßt sich mit der Stel- lung des Fürsten zur kirchlichen Kunst und führt in eingehenden, mit gelungenen Illustrationen versehenen Schilderungen nach dem Fürstentum Liechtenstein, nach Wien, Nieder-Österreich, Mähren und Böhmen̂ wo zahlreiche, mit Mitteln und nach Weisung Sr. Durchlaucht teils neu erbaute, teils stilvoll restaurierte Kirchen das rege Interesse und große Verständnis des hohen Protektors für die kirchliche Kunst in glänzender Weise dokumentieren. Höß berührt schließlich im letzten Teile seines Werkes die Förderung wissenschaftlicher Bestrebungen von Seite des Fürsten.
        

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