— 10 - Liechtenstein und der fürstlichen Hoskanzlei, die zugleich auch an den Landtag gerichtet waren. . Am 14. Dezember wurde die Leiche vom Trauerhause iu Vaduz zum Bahnhofe in Schaan überführt. Den mit Kränzen überdeckten Leichenwagen begleiteten nebst den Anverwandten die Mitglieder des Landtages, die Geistlichen, die Beamten, die Lehrer- schaft, eine-Reihe von Vereinen und öffentlichen Körperschaften, Vertretungen des Kreisgerichtes und der Finanzbezirksdirektion in Feldkirch und eine sehr große Volksmenge. Die Beisetzung in der von Martinischen Familiengruft in Innsbruck fand am 15. Dezember und zwar über Anordnung des Landesfürsten mit besonderer Feier- lichkeit statt, wobei Vertretungen der fürstlichen Hofkanzlei und der Regierung, Abordnungen des Landtages, des Klerus und der Lehrerschaft, sowie die Spitzen der österreichischen Behörden in Innsbruck zugegen waren, um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Mit dem verstorbenen Kabinettsrat v. In der Maur ist ein Mann dahingeschieden, der nahezu 30 Jahre einen bedeutungs- vollen Einfluß auf die Geschicke und die gedeihliche Entwicklung unseres Landes ausübte. Manche Fortschritte und Verbesserungen in 'unserem Gesetzeswesen und öffentlichen Einrichtungen sind während seiner Amtstätigkeit zu verzeichnen. Ein gerechtes Urteil, das nicht an Einzelheiten klebt, sondern die Gesamttätigkeit eines Mannes würdigt, muß daher anerkennen, daß der verstorbene Kabinettsrat mit großem Pflichteifer und mit Geschick seine wich- tige Stellung als Landesverweser versah und den Dank des Landes verdient hat. Auch der historische Verein für das Fürstentum Liechtenstein verliert an ihm einen eifrigen Mitarbeiter und Gönner. Sein Andenken wird uns daher stets in dankbarer Erinnerung bleiben.
        

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