- 88 den andern Tag zu einer Unterredung wegen des Durchpasses an der Laudesgrenze bei St. Katharinen-Brunncn zu erscheinen. Drei büudnerische Abgeordnete kamen frühmorgens über die Luziensteig und erreichten schon nm 7 Uhr die Wiesen bei St. Katharinen-Brunnen,, wo das österreichische Heer auf bündnerischem und vaduzischen Boden kampierte und General Merode sein Zelt aufgeschlagen, hatte. Dieser ließ die Abgeordneten ans das Schloß znm Grasen v. Sulz sühreu. Dort mußteu sie noch einige Zeit warten, weil der Graf noch zu Bette lag. Dann erhielten sie Audienz und schriftlichen Bescheid. Der Durchgaug durch Büuden wurde be- williget.') Noch am gleiche» Tage (27. Mai) marschierten die Österreicher über die Steig und durch Bünden. Im Lanfe des Sommers 1629 zogen weitere 40,060 Mann durch die Grafschaft Vaduz uud Bünden. Die Landschaft Vaduz wurde total ausge- plündert nnd ruiniert. Da bei diesem Zuge die Österreicher in Büudeu einige Befestigungen anlegten und Besatzungen dort ließen, erhoben sich spater die Bündner mit Hilfe der Franzosen uud ver- trieben die Österreicher- Als aber die Bündner bald erkannten, daß die Franzosen bei ihrer Freundschaft nnr den eigenen Vor- teil suchten, wandten 
sie sich später wieder Österreich zn und schlössen mit ihm einen dauernden Frieden (1641). Der 
fran- zösische General Herzog v. Rohan hatte den Bündern geraten, die Feste Guteuberg 
an sich zu bringen und in 
eine Festung zn ver- wandeln; dann würde ihr Land von dieser Seite für immer sicher sein. 14. Die letzten Schloßvögtr. Vogt Ulrich v. Ramschwag scheint i. I. 1629 gestorben zu sein, da seine Söhne noch minderjährig waren. In diesem Jahre treffen wir nämlich einen Rignoldt v. Proßwalden als Vogt und- Hauptmann auf Guteuberg. Seine Gemahlin war Maria Salome Brock v. Weißenbnrg. Im Pestjahre 1629 machten diese beiden, eine Jahrtagstiftung znm hl. Sebastian auf Masescha. Im Jahre 1636 bei neuen Kriegsunruhen erhielt Guteuberz eine um 300 Manu verstärkte Besatzung; doch verzog sich damals- bald der Kriegslärm uud mit ihm diese Mannschaft. Zehn Jahre später erhielt die Burg einen längst befürchteten sehr unwillkommenen Besuch. Eine Abteilnug Schweden kam von Sprecher, I!. 16.
        

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