was zu großer Unruhe in Feldkirch und den umliegenden öster- reichischen Ortschaften Veranlassung gab. Viele Weiber flohen zu deu Eidgenossen aus die andere Nheinseitc nnd sandten ihr kost- bares Gerate nach Lindau. Sonntags darauf (10. Juli) langte von Seite des Grafen Kaspar ein Schreiben an die Hauptleut- an St. Luziensteig, in welchem er sich über den Einfall beschwerte nnd die Rückgabe der Leute verlangte. Die Antwort lautete: über den Grafen beklage sich niemand; aber seine Untertanen hätten den Feind bei der Plünderung von Maienfeld unterstützt, ihm die Beute abgekauft und die aus der Kirche am St. Luzien- steig entwendeten Glocken auf dem Gebiete des Grafen weiter befördert, mehr noch: dem Feinde alle Fußsteige gezeigt und schließ- lich am Kampfe gegen die Bündner selbst teilgenommen, da unter den Toten am Fläscherberg Anton Sparr und andere erkannt worden seien. Der Graf dürfe es nicht übel nehmen, wenn die Bündner zur Bertreibuug der Feinde, welche auf seinem Gebiete sich lagern, nach Kricgsgebrauch dahin kämen. Er möchte dahin wirken, daß die Feinde sich dort nicht mehr aufhalten und ein fester 
Friede geschlossen werde. "^) Peter Kaiser aber schreibt in seiner Geschichte Liechtensteins: „Die Bündncr plünderten das Dorf (Balzers); eine Abteilung zog nach Triesen und über den Triesuerberg in die Alpen, nahm Butter 
und Käse und trieb das Vieh weg. Sie brachten ihren Raub sicher auf die Steig . . . Der Überfall geschah, ohne daß die Bünde vorher jemals sich beim Grafen beschwert hätten. Sie wußten auch, daß Gntenberg Österreich gehörte und der Graf es nicht hindern konnte, wenn dieses eine Besatzung dort hielt. Übrigens wiederholten sich diese Raubzüge, obwohl kein Anlaß zu weiterer Feindseligkeit gegeben wurde. Am 9. August brachen die Bündner abermals von der Steig herab, trieben 40 Stück Groß- vieh und 5 Pferde von bannen und wiederholten den Einsall am 25. August, 
indem sie in die Schaaner Alp einbrachen und das Vieh wegtrieben . . . Der Schaden, welcher den Gemeinden durch diese feindlichen Überzüge verursacht wurde, belief sich auf über 11,000 Gulden."') Graf Kaspar v. Hohenems sollte auf Anstichen der öster- reichischen Regierung zwischen den Parteien vermitteln; aber die i) Sprecher. Gesch. d. Kriege I. 390. )̂ Maii,^ S. 880 und 381.
        

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