- 84 — im Mai 1621. Oberst Vrion Fußvolk uud Reiterei nach Guteuberg begleitet hatte, kameu Bünduer uud Eidgenosse» nach Balzers herab und griffen bei St- Katharinen-Brunnen eine Abteilung Kavallerie, die dort Wache stand, an. Briou rief das Fußvolk ans Gutenberg zuHilfe. Dieses bestieg den Fläscherberg, die Bündner zu umgeheu, erreichte aber, weil zu schwach, das Ziel nicht. Im Oktober brachen die Österreicher ans dem Montasvn ins Prätigau. Bei Guteuberg standen zur Beobachtung der Zürcher Trappen 2060 Mann nnd an der Grenze unter der Luziensteig machteu die Österreicher eine gewaltige Kanonade, nm die Auf- merksamkeit der Maieufelder Besatzung vvm Einfall ins Prätigau abzulenken. Die Zürcher verließen am 5. November Maienfeld nnd zogen Heini. Die revoltierenden Prütigauer wurden bezwungen nnd mußten ihre Waffen und Feldzeichen ausliefern, die dann nach Guteuberg gebracht wurden- Die Österreicher besetzten nnn anch Maienfeld und befestigten das Städtchen- Sie erhielten anch von den Bünden die Erlaubnis des Übergangs über die Steig. Aber schon im folgenden Jahre (April 1622) 
empörten sich die Prätigäner zum zweiteumale. Sie vertrieben die österreichischen Posten uud erschienen bewaffnet vor Maieufeld. Der Kommandant der 
Besatzung schickte sogleich einen Dragoner an den Vogt Ulrich v. Ramschwag uach Gutenberg und bat um Hilfe. Der Bote kouute aber die Autwort uicht mehr ausrichten, weil er uicht durch- gelasseu wurde. Ein zweiter Bote kam um Mitternacht auf Guteu- berg an mit der Frage, ob und wann aus Entsatz zn hoffen wäre. Aber der Vogt 
getraute sich nicht, den Boten mit der Antwort nach Maienseld zurückkehren zu lassen, denn derselbe war in Hose nnd Hemd angekommen, nachdem er fünfmal von den Schweizern angehalten worden war nnd uur durch Schwimmen über den Rhein fich nach Gutenberg hatte retten können. Unter den 1060 Bündnern — so berichtete der Kommandant — welche vor Maien- feld stehen, sei anch der Steigwirt Enderli. Als dann die Frau des Steigwirts uach Balzers herab kam, um Salz zn kaufen, ließ Ulrich v. Ramschwag sie verhaften und nach Feldkirch transportieren. Sie wurde nach einem Monat gegen einen gefangenen österreichischen
        

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